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Brunnenspeicherung

Der Absenkungs- und Wiederanstiegsvorgang bzw. der Druckverlauf in einer Förderboh­rung werden markant von der Brunnenspeicherung C [m3 Pa-1] und dem Skin-Faktor sF [–] bestimmt (engl.: wellbore storage, skin factor).

Unter Brunnenspeicherung versteht man die Eigenkapazität eines Brunnens, d. h. die spe­zifische Volumenänderung pro Druckdifferenz. Die Dauer der Brunnenspeicherung ist vom Durchmesser des Brunnens, von der Durchlässigkeit des Aquifers sowie von der Durchlässig­keit in unmittelbarer Umgebung des Brunnens abhängig.

Zu Beginn eines hydraulischen Tests wird die in der Bohrung vorhandene Flüssigkeit gefördert, bevor ganz allmählich der Zustrom aus dem Testhorizont einsetzt. Der Testhorizont reagiert also verzögert. Dieser „Störeffekt“ wird als Brunnenspeicherung oder Eigenkapazität der Bohrung (C) bezeichnet und entspricht der Volumenänderung im Bohrloch

ΔV = rw 2 πΔh pro Druckdifferenz Δp.

Die Gleichung veranschaulicht, dass die Größe der Eigenkapazität entscheidend vom Bohrloch- bzw. Casingdurchmesser (rw – Bohrlochradius) abhängt. Die Dauer der Brunnenspeicherung wird zusätzlich von der Transmissivität (T) des Testhorizontes und von der Größe des Skinfaktors geprägt. Je niedriger die Transmissivität und je größer der Skinfaktor und der Bohrlochradius desto
länger dauert der Einfluss der Eigenkapazität, d. h. Tests in großkalibrigen Bohrungen aus Geringleitern sind davon am stärksten betroffen.

Literatur

Stober, Ingrid; Kurt Bucher (2020): Geothermie, Springer Spektrum, 3. Auflage. ISBN 978-3-662-60939-2 ISBN 978-3-662-60940-8 (eBook). https://doi.org/10.1007/978-3-662-60940-8.

zuletzt bearbeitet August 2020,  Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de