Detektionsschwelle, seismische
Die seismische Detektionsschwelle gibt an, ab welcher Stärke, in der Regel definiert durch die Lokalmagnitude ML nach Richter oder die Momenten-Magnitude MW Erderschütterungen durch eine seismische Messstation oder ein seismischen Messnetz mit Sicherheit erkannt werden. Die Detektionsschwelle wird dabei durch Ereignisse bestimmt, die innerhalb der betrachteten Region ungünstig zum Messnetz liegen. Diese Definition beinhaltet, dass Ereignisse, die günstiger zum Messnetz liegen auch bei Magnituden erkannt werden können, die unterhalb der Detektionsschwelle liegen.
Die Detektionsschwelle wird neben der Empfindlichkeit der Messgeräte insbesondere durch die Bodenunruhe (seismisches Rauschen) an den Aufstellungsorten bestimmt.
Öffentliche Messnetze und staatliche Erdbebendienste haben selten eine Detektionsschwelle unterhalb ML = 2,5. Örtliche Netze, beispielsweise zum Monitoring einer Geothermieanlagen erreichen Detektionsschwellen < 1,5. [bearbeiten]
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