Erdgas Lagerstätte
Der bisher am häufigsten erschlossene Erdgaslagerstättentyp sind Gasvorkommen in so genannten Erdgasfallen. Das während seiner Migration durch die Porenräume des Gesteins nach oben steigende Erdgas sammelt sich unter undurchlässigen Schichten wie etwa Tonschichten in geeigneten geologischen Strukturen wie etwa Sätteln. Sehr häufig treten Erdöl und Erdgas in ihren Lagerstätten in unterschiedlichen Zusammensetzungen zusammen auf (Kohlenwasserstofffelder); dabei sammelt sich das Erdgas oberhalb des Erdöls. Reine Erdölfelder sind selten, reine Erdgasfelder wegen der durch die geringe Dichte bedingten einfacheren Migration häufiger. Das bei der Erdölgewinnung anfallende Erdgas wird abgetrennt und gesondert verarbeitet.
Erdgas in Kohleflözen
Auch in Kohleflözen ist Erdgas gebunden. Das Methan wird von der Kohle adsorbiert, aufgrund seiner großen Oberfläche kann ein Kohleflöz bis zu sieben Mal mehr Methan enthalten als eine Erdgaslagerstätte. Je tiefer das Kohleflöz liegt, desto höher sind Druck und Temperatur, desto höher ist der gewinnbare Methananteil.
In den USA werden 10 % des Erdgases aus Kohleflözen gewonnen, dies waren im Jahr 2002 etwa 40 Milliarden Kubikmeter. In den USA wurden 11.000 Bohrungen durchgeführt, um diesen Lagerstättentyp zu erschließen. In Deutschland werden die Erdgasreserven in Kohleflözen auf etwa 3.000 Milliarden Kubikmeter geschätzt.[10]
Weltweit schätzt man die Erdgasreserven in Kohleflözen auf 92.000 bis 195.000 Milliarden Kubikmeter.
Gashydrate
Bei hohem Druck und tiefen Temperaturen kann Methan in Eis – als Methanhydrat – eingeschlossen werden. Diese Vorkommen sind gewaltig. Ein Kubikmeter Gashydrat enthält etwa 164 m3 Methangas. An Kontinentalrändern und in Meeresböden ab einer Tiefe von 300 m sowie in Permafrostböden gibt es erhebliche Vorkommen.
Weitere Lagerstätten
Weitere Gasvorkommen sind an bestimmte Gesteinseigenschaften gebunden. „Tight Gas“ findet sich zum Beispiel in Sandsteinschichten, so genannten „Dichten Speichern“ (Gesteine mit geringer Gasdurchlässigkeit), deren Porenräume abgedichtet sind, etwa durch Tonminerale.[11] Schiefergas („Shale Gas“) tritt in kohlenwasserstoffreichen Sedimenten wie Ölschiefern auf.[12]
In sehr tiefen Grundwasserschichten eines Aquifers kann außerdem eine erhebliche Erdgasmenge gelöst sein.
In den USA werden bereits 40 % der gesamten Gasproduktion aus „unkonventionellen Vorkommen“ wie Tight Gas oder Shale Gas gefördert.[13]
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Interne Links:
Externe Links: http://de.wikipedia.org/wiki/Erdgas#Erdgaslagerst.C3.A4ttentypen








