Fracking

Hydraulic Fracturing (engl. to fracture ‚aufbrechen‘, ‚aufreißen‘; auch „Fracking“, „Hydrofracking“, „Fraccing“, „Frac'ing“" oder „Frac Jobs“ genannt) ist eine Technologie, die vor allem bei der Erdgasgewinnung eingesetzt wird. Fracking bezeichnet das Einpressen einer Flüssigkeit („Fracfluid“, dt. Plural „Fracfluide“) in eine durch Bohrung erreichte Erdkrustenschicht, so dass dort Risse erzeugt und stabilisiert werden. Im Deutschen heißt es meist: "Aufbrechen von Gestein mit hydraulischen Druck". Hieraus wird deutlich, dass es um das Aufbrechen neuer Klüfte und nicht etwa um die Ertüchtigung vorhandener Klüfte geht.

Ziel ist es, die Gas- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit in der Gesteinschicht so zu erhöhen, dass ein wirtschaftlicher Abbau von Bodenschätzen (z. B. Erdgas und Erdöl) ermöglicht wird. Hydraulic Fracturing wird auch bei der Wassergewinnung (insbesondere aus Kluftaquiferen) und bei der Altlastensanierung angewendet.

Fracking wird des Öfteren mit hydraulischer Stimulation verwechselt. Diese Technologie kommt bei der petrothermalen Geothermie zum Einsatz und beruht auf dem gleichen Prinzip, kommt allerdings ohne Chemikalien aus. Daher sind Auswirkungen auf die Nutzung des Grundwassers grundsätzlich kein Thema.

Weiter lesen:

Peter Burri, Ken Chew, Reinhard Jung and Volkmar Neumann, The Potential of Unvonventional Gas – energy bridge to the future, Swiss Bulletin for Applied Geology, 2011

Literatur:

Die Literatur zu Fracking ist sehr umfangreich, siehe unter Literaturdatenbank und/oder Konferenzdatenbank.

Weblinks: