Gebirgstemperatur

Die Gebirgstemperatur beschreibt die Temperatur in Inneren der Erde. Sie nimmt von der atmosphärischen Jahresmitteltemperatur an der Erdoberfläche auf über 5.000 Grad im Erdmittelpunkt zu. Die relative Lage dieser Temperaturkurve zur ‚Soliduskurve’ gibt an, ob das Gestein in dieser Tiefe fest oder flüssig ist.

Diese Temperaturkurve wird festgelegt einerseits durch die Temperaurgeschichte des Planeten und die fortdauernde Wärmeproduktion durch radioaktiven Zerfall, andererseits durch die Wärmetransporteigenschaften durch Konduktion und Konvektion und die Abgabe von Wärme an den Weltraum. Dabei spielt Konvektion sowohl in den flüssigen Teilen der Erde in großen Tiefen als auch in den Wassergefüllten Anschnitten Oberflächennah eine wesentliche Rolle.

Besonders oberflächennah kann sich die Temperatur lokal sehr stark unterscheiden (Temperaturanomalien).

Der Bohrvorgang beeinflusst die Gebirgstemperatur im Umfeld der Bohrung, so dass es Monate dauert bis sich die ursprüngliche Temperatur wieder eingestellt hat. Dies ist bei Messungen der Temperaturen on Bohrlöchern insbesondere auch der BHT (botttom hole temperature) zu berücksichtigen.