Kompaktion
Mit Kompaktion bezeichnet die Geologie die Verfestigung und Volumenverkleinerung von Sedimenten durch den Druck daüberliegender ("hangender") Gesteinsschichten.
In mittleren bis tiefen Sedimentbecken kann sie bis zu einigen Millimetern pro Jahr ausmachen. Dabei steigt die Dichte entsprechend - z. B. im tertiären Untergrund des Pannonischen und des Wiener Beckens um etwa 0,01 bis 0,02 g/cm² pro Jahrmillion. Dadurch ist beispielsweise die Dichte des im Miozän abgelagerten Gemischs aus Sand, Ton und Schotter im Laufe von 15 Millionen Jahren von ursprünglich 1,5 bis 2 g/cm³ auf etwa 2,2 g/cm³ gestiegen, bei gleichzeitiger Auspressung von Porenwasser und Verkittung der Gesteinskörnung durch Lösungswässer (siehe chemische Verwitterung und Zementation (Geologie)).
In der Kosmologie bedeutet Kompaktion die Verdichtung von kosmischen Staub- und Gaswolken, etwa bei der Entstehung von Sternen und Sonnensystemen. Etwa 1/3 der in der Erde gespeicherten Wärme ist durch diese Kompaktion entstanden. [bearbeiten]
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