Momenten-Magnitude

 

Die Momenten-Magnitude ist eine neuere Magnitudenskala, die zunehmend die Lokalmagnitude oder Richter-Magnitude ablöst. Die ersten Magnitudenskalen, die zur Quantifizierung von Erdbeben entwickelt wurden, basieren auf der Messung von Maximalamplituden von Erdbebenwellen in Seismogrammen. Diese Amplituden konnten in einen linearen Zusammenhang mit der Energiefreisetzung gebracht werden, wodurch die Stärke verschiedener Erdbeben vergleichbar wurde. Insbesondere die bekannte Richterskala hat jedoch nur in einem sehr eingeschränkten Entfernungsbereich (< 1000km) Gültigkeit.

Um diese Einschränkung zu überwinden, führte Hiroo Kanamori 1977 eine neue Magnitudenskala ein, die auf dem 1966 von Keiiti Aki eingeführten seismischen Moment basiert. Dies ist das skalare Produkt aus der Größe der Bruchfläche im Untergrund, der mittleren Verschiebung der Gesteinsblöcke und dem Schermodul des Gesteins.

 

 

 

Weiter lesen: Peter M. Shearer: Introduction to Seismology, Cambridge University Press, <st1:place w:st="on"><st1:state w:st="on">New York</st1:state></st1:place>, 1999 ISBN 978-0-521-66953-5

 

Interne Links:

 

Externe Links: http://de.wikipedia.org/wiki/Momenten-Magnituden-Skala