Schwinggeschwindigkeit
Schwinggeschwindigkeit
Die Schwinggeschwindigkleit der Bodenbewegung, oder genauer ihr Maximalwert (Peak Ground Velocity PGV) ist der Messwert mit dem mögliche Schadenswirkungen von Erschütterungen auf Gebäude üblicherweise beurteilt werden. In Deutschland bestimmt dies die Norm DIN 4150. Die Erschütterung oder Bodenbewegung an eine bestimmten Punkt (Messpunkt) ist zunächst durch die Bodenbewegung, also der Schwingweg (Amplitude) als Funktion der Zeit bestimmt. Durch Ableiten (Differenzieren nach der Zeit) läßt sich hieraus die Schwinggeschwindigkeit und durch nochmaliges Ableiten die Sschwingbeschleunigung als Funktion der Zeit bestimmen. Aus diesen Zeifunktionen können die Maximalwerte bestimmt werden.
Amplitude, Geschwindigkeit und Beschleunigung unterscheiden sich durch eine unterschiedliche Frequenzbewertung. Im Frequenzbereich entspricht die Ableitung jeweils einer linearen Multiplikation mit der Frequenz. Praktische Untersuchungen bei Sprengerschütterungen haben gezeigt, dass die Geschwindigkeit dem Eigenfrequenzverhalten von Gebäuden und Bauteilen am besten entspricht. Bei Großbeben und entsprechend niederfrequenten Erschütterungen wird allerdings oft auch die Beschleunigung (Peak Ground Acceleration PGA) herangezogen. Dies ist nicht konform mit der deutschen Normung.
Abmerkung: Schwinggeschwindigkeiten dürfen nicht mit Ausbreitungsgeschwindigkeiten seismischer Wellen verwechselt werden!
Weiter lesen : Norm DIN 4150
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