Seismizität
Unter Seismizität versteht man eine Beschreibung der Erdbebenaktivität in einer definierten Region. Seismizität definiert sich dabei durch eine Beschreibung der
- Häufigkeit von Erdbeben
- Der statistischen Verteilung der Bebenstärken (Magnituden)
- Der räumlichen Verteilung der Beben
- Der Tiefenverteilung der Beben
- Der Makrobeobachtung einzelner stärkerer Ereignisse (Schadensbilder)
und anderer relevanter Größen und Beobachtungen.
Neben der oben beschriebenen, eher qualitativen Darstellung der Seismizität ist eine quantitative Berechnung üblich. Diese geht von gleich großen Flächenteilen des betrachteten Gebietes aus (definiert über ein Koordinatenintervall der geographischen Breite und geographischen Länge) und unterscheidet aufgrund der Schalenstruktur der Erde verschiedene Tiefenbereiche (bis 50 km, 50 – 300 km und mehr als 300 km Tiefe). Mit diesen Vorgaben ergibt sich die Seismizität S wie folgt:
wobei
: Energie eines Einzelereignisses
δφ0: Intervall der geographischen Breite
δλ0: Intervall der |geographischen Länge
δh0: Intervall der Herdtiefe
δt0: Intervall der Herdzeit
Die Maßeinheit der so berechneten Seismizität ist 10x erg / km3 * a, dabei ist x eine Hochzahl zwischen 10 und 30.
Globale Seismizität:
Weiter lesen: Götz Schneider: Erdbeben. Eine Einführung für Geowissenschaftler und Bauingenieure. 2004, ISBN 978-3-8274-1525-7, S. 12ff.
Interne Links:
Externe Links: http://de.wikipedia.org/wiki/Seismizit%C3%A4t






