Tracer (Experiment)
Tracer (Experiment)
Als Tracer (von engl.: to trace = verfolgen, aufspüren) bezeichnet man Substanzen, die in sehr geringen Konzentrationen noch detektiert werden können. Mit ihrer Hilfe lassen sich Prozesse in der natur- und umweltwissenschaftlichen Prozessforschung verfolgen und quantifizieren. Zu diesem Zweck werden sie in den zu untersuchenden Prozess eingeschleust (z. B. Wasserkreislauf). Sogenannte Umwelttracer befinden sich bereits im untersuchten System, wie zum Beispiel in Form von unterschiedlichen Isotopenkonzentrationen oder Temperaturen.
Eingesetzt werden Tracermethoden unter anderem in der Hydrologie (Tracerverfahren), in der Meteorologie sowie in der Hydrogeologie.
Besondere Bedeutung haben die Fluoreszenztracer erlangt. So ist etwa das Grün leuchtende Natriumfluorescein (Uranin) bis zu kleinsten Konzentrationen um 0,001 Milligramm pro Kubikmeter Wasser nachweisbar. Natriumfluorescein wird im Untergrund kaum adsorbiert, breitet sich somit wie das Wasser aus und wird deshalb für die Untersuchung von Grundwasserströmungen bevorzugt. Andere Fluoreszenztracer wie etwa Eosin und mit Einschränkungen Natrium-Naphthionat haben ähnlich gute Ausbreitungseigenschaften, die Nachweisgrenzen sind hingegen schlechter als beim Fluorescein. Im Prinzip fluoresziert eine Vielzahl von organischen Stoffen. Nachteilig bei den meisten Stoffen ist aber deren schlechtes Adsoprtionsverhalten und oft auch der für Feldanwendungen viel zu hohe Preis.
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Externe Links: http://de.wikipedia.org/wiki/Tracer_%28Hydrologie%29







