Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) besuchte im Rahmen seiner Tour zu Vorreitern der Energiewende durch Brandenburg die erste Geothermieanlage Potsdams. Die Anlage an der Heinrich-Mann-Allee gilt als Vorzeigeprojekt für eine klimafreundliche Wärmeversorgung und zeigt eindrucksvoll, wie Erdwärme zur Dekarbonisierung urbaner Quartiere beitragen kann.
Seit dem 1. Oktober 2025 wird das neue Wohnquartier an der Heinrich-Mann-Allee mit rund 340 Wohnungen vollständig mit Tiefengeothermie beheizt. Aus einer geförderten Temperatur von rund 47 Grad Celsius liefert die Anlage Wärme für das gesamte Viertel.
Die von der Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) betriebene Anlage fördert Thermalwasser mit einer Leistung von rund vier Megawatt – doppelt so viel wie ursprünglich prognostiziert. Damit kann rechnerisch der Wärmebedarf von bis zu 7.000 Haushalten gedeckt werden.
In einem zweiten Ausbauschritt soll bis spätestens Ende 2027 ein weiterer Anlagenteil in Betrieb gehen, der Erdwärme in das Potsdamer Fernwärmenetz einspeist. Die Investitionen von rund 30 Millionen Euro machen das Projekt zu einem zentralen Baustein der städtischen Klimastrategie.
Mit dem Besuch unterstrich der Minister die Bedeutung der Geothermie als Schlüsseltechnologie für eine sichere, bezahlbare und klimaneutrale Wärmeversorgung in Deutschland.
Den Link zu einem unserer früheren Artikel zur Anlage in Potsdam finden Sie hier. Den Link zum Video-Beitrag des rbb finden Sie hier.