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Deutscher Bundestag berät über das GeoBG

| News

Der Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestags berät am Mittwoch, 5. November, über das GeoBG.

Foto: Tingey Injury Law Firm / Unsplash

Der Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestags berät am Mittwoch, 5. November, über das Geothermiebeschleunigungsgesetz (GeoBG). Der Bundesverband Geothermie sieht dies als wichtigen Schritt, um das große Potenzial der Erdwärmenutzung möglichst schnell und umfassend ausschöpfen zu können. Der Beschluss würde die Planungs- und Investitionssicherheit für die Projektentwickler erhöhen, die mit ihren Erdwärmeanlagen Versorgungssicherheit im Sektor Wärme gewährleisten.

Das Gesetz zur Beschleunigung der Genehmigungsverfahren von Geothermieanlagen, Wärmepumpen, und Wärmespeichern (kurz: GeoBG) enthält neben Änderungen der für die Genehmigung erforderlichen Gesetze – Bundesberggesetz, Wasserhaushaltsgesetz, Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz – auch ein geothermiespezifisches Stammgesetz.

„Die Entbürokratisierung und damit einhergehende Beschleunigung von Genehmigungsvoraussetzungen ist ein wichtiges Signal für die Erdwärmebranche. Dass das Gesetz hier ansetzt, werten wir als starkes Signal in Richtung Wärmewende. Geothermie bietet Versorgungssicherheit – und sollte im Gegenzug die nötige Planungs- und Investitionssicherheit bekommen, um ihr volles Potenzial zu entfalten“, sagt Gregor Dilger, Geschäftsführer des Bundesverbandes Geothermie e. V. Damit dies geschehen kann, müssen Genehmigungsverfahren, aber auch die Förderung verlässlich sein.

Die Projektentwickler in der Erdwärmebranche sind heimische Unternehmen. Somit entsteht mit dem Ausbau der Geothermie eine regionale Wertschöpfungskette, die Arbeitsplätze im Inland schafft und direkt zum Wirtschaftswachstum beiträgt. Gegenwärtig liegen für169 tiefengeothermische Projekte bergrechtliche Aufsuchungserlaubnisse vor. Das ist mehr als das Vierfache der Anlagen, die in Deutschland derzeit im Betrieb sind. Die damit verbundenen Investitionen belaufen sich auf mehrere Milliarden Euro.

„An der großen Anzahl an Anlagen, die derzeit in Planung sind, sieht man deutlich, dass die Geothermie auf großes Interesse stößt“, sagt Dilger.

Das überparteiliche Votum pro-Erdwärme sei ein wichtiger Schritt in Richtung klimaneutrale Wärmeversorgung. Ein wichtiger Hebel, denn rund 50 Prozent des deutschen Energiebedarfs entfallen auf den Wärmesektor. Und insbesondere im Wärmemarkt ist die Abhängigkeit von Brennstoffimporten besonders hoch.

„Wir haben im Jahr 2022 deutlich zu spüren bekommen, dass Energielieferungen aus dem Ausland von unzuverlässigen Partnern abhängen. Auch die Logistik ist nicht sicher und kann gestört werden. Erdwärme hingegen ist immer und überall verfügbar. Ihre Bereitstellung kann direkt auf dem Grundstück der Nutzung oder in der Stadt erfolgen. Die Wertschöpfung bleibt im Lande“, sagt Dilger. „Die Investitionen in Geothermie werden sich daher langfristig auszahlen, der Mut der Projektentwickler wird belohnt. Es ist jetzt an der Zeit die Rahmenbedingungen auf den Erdwärmeausbau auszurichten und Benachteiligungen zu beseitigen.“

Die Stellungnahme zum Geothermiebeschleunigungsgesetz finden Sie hier.

Eine Übersicht zu den Lieferwegen der Geothermie im Vergleich zu LNG-Gas finden Sie hier.

Die Pressemitteilung als .pdf können Sie hier herunterladen.

UPDATE: Die Aufzeichnung der Anhörung können Sie hier nachverfolgen.