Ab Mitte Oktober 2025 starten in der Niederlausitz seismische Untersuchungen, um das Potenzial für Tiefengeothermie zwischen Cottbus und Guben zu erfassen. Spezielle Vibro-Trucks senden dabei Schallwellen in den Untergrund, deren Echos von Geophonen aufgezeichnet werden. So können Geowissenschaftler wasserführende Schichten, sogenannte „Aquifere“, in ein bis vier Kilometern Tiefe identifizieren – mögliche künftige Energiequellen für die klimafreundliche Wärmeversorgung.
Das vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) koordinierte Projekt umfasst eine Strecke von rund 110 Kilometern und dauert etwa drei Wochen. Ziel ist es, zusätzliche geologische Daten zu erheben, um Kommunen, Projektentwicklern und Industrie mehr Planungssicherheit für Investitionen in Geothermie-Projekte zu geben.
Die Erkundungen verlaufen ab Mitte Oktober über zwei parallel arbeitenden Gruppen à zwei Fahrzeuge bis nach Peitz und Guben. Gefahren wird von Montag bis Samstag zwischen 7:00 und 17:45 Uhr. Das LBGR informiert kurzfristig online über die genauen Einsatzorte.
Um Anwohnerinnen und Anwohner einzubinden, lädt das LBGR zu Informationsveranstaltungen ein:
„Brandenburg ist Geologie-Land. Wir haben bereits viele geologische Daten und Bohrkerne bei uns, jetzt wollen wir unser Erdwärme-Potenzial noch besser kennenlernen“, betont LBGR-Präsident Sebastian Fritze.
Den Link zum Artikel der Niederlausitz aktuell finden Sie hier.
In einem früheren Artikel berichteten wir bereits von dem Vorhaben.