Mit dem Neubauquartier an der Heinrich-Mann-Allee ist in Potsdam erstmals ein gesamtes Stadtviertel vollständig auf Wärmeversorgung aus Tiefengeothermie umgestellt worden. Seit dem 1. Oktober 2025 wird das Quartier, in dem rund 340 Wohnungen entstanden sind, komplett mit Erdwärme beheizt.
Das Projekt gilt als Meilenstein der Wärmewende in der Landeshauptstadt und als Pionierprojekt für ganz Nordostdeutschland. Die Bohrung an der Heinrich-Mann-Allee war die erste ihrer Art in der Region – und übertraf alle Erwartungen: Die geförderte Leistung liegt mit vier Megawatt doppelt so hoch wie ursprünglich prognostiziert und deckt rechnerisch den Wärmebedarf von bis zu 7.000 Haushalten.
Die Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) investierte rund 30 Millionen Euro in das Projekt, nachdem sich im Verlauf der Arbeiten gezeigt hatte, dass die geothermische Quelle deutlich ergiebiger ist als angenommen. Neben der Versorgung des Quartiers wird über einen zweiten Anlagenteil künftig auch Erdwärme für das Potsdamer Fernwärmenetz aufbereitet und eingespeist.
Bis spätestens Ende 2027 soll dieser zweite Abschnitt in Betrieb gehen. Damit leistet Potsdam einen wichtigen Beitrag zur schrittweisen Umstellung seiner Wärmeversorgung auf regenerative Energien – mit dem Ziel, bis 2035 einen Großteil der Fernwärme aus dezentralen, klimafreundlichen Quellen zu beziehen.
Den Link zum Artikel der Märkischen Allgemeine finden Sie hier.