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EWP erschließt weitere Wärmequelle für Potsdam

| News

Die Energie und Wasser Potsdam (EWP) hat die Bohrungen zur Tiefengeothermie am Heizkraftwerk Süd offiziell gestartet. Ziel ist es, Erdwärme am Standort für die künftige Fernwärmeversorgung in Potsdam nutzbar zu machen.

Gemeinsam mit Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement feiern die beiden Geschäftsführer der EWP, Monty Balisch (Mitte) und Carsten Schulte (rechts) den Bohrstart für die zweite Tiefengeothermie in Potsdam. Fotonachweis: EWP/Florian Sorge

Seit Ende Juni wurde auf dem Gelände zunächst die Bohranlage errichtet und für den Bohrbetrieb vorbereitet. Die Bohrarbeiten, die im Juli angelaufen sind, werden im 24-Stunden-Betrieb an sieben Tagen in der Woche durchgeführt. Sie sind zunächst bis Ende 2026 vorgesehen.

Die Bohrungen dienen dazu, Erdwärme am Standort Süd für die Potsdamer Fernwärme nutzbar zu machen. Im Zuge der ersten Bohrung werden zudem die geologische Schichtenfolge sowie die Bewertung des vorhandenen Erdwärme- und Solepotenzials vorgenommen. Belastbare Aussagen zur Wärmeleistung und Fördertemperatur können erst nach Auswertung der Daten der ersten Bohrung getroffen werden. Die Ergebnisse werden voraussichtlich noch vor Ende des Jahres vorliegen.

Brandenburgs Ministerin für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa, Martina Klement, verfolgte selbst den Bohrstart in Drewitz: Für die Wirtschaftsministerin sind konkrete erneuerbare Wärmeprojekte wie die Potsdamer Tiefengeothermie ein wichtiger Hebel für die Transformation der Energieversorgung.

 

Das HKW Süd soll zum Schlüsselstandort für die Wärmewende werden.„Unser Wissen und unsere Erfahrung aus unserem ersten Projekt an der Heinrich-Mann-Allee ist die Grundlage für unsere Tiefengeothermie am Standort Süd. Hier wollen wir neben dem Aalen-Sandstein auch den darunterliegenden Domer-Sandstein nutzen. Dafür werden Bohrungen bis auf eine Tiefe von bis zu 2.000 Metern niedergebracht. Das ist geologisch anspruchsvoll, bietet aber den Vorteil, dass Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Wärmegewinnung verbessert werden. Wir hoffen mit der Anlage am Heizkraftwerk deutlich mehr als 12 Megawatt thermische Leistung erzeugen zu können“, erklärte Carsten Schulte, technischer Geschäftsführer der EWP.

Die EWP arbeitet in dem Tiefengeothermieprojekt eng mit Unternehmen und Institutionen zusammen, die ihre Fachexpertise in das Projekt einbringen. So wird das Projekt durch das GFZ wissenschaftlich begleitet. Die Unternehmen UGS GmbH und Envi Con Engineering GmbH sind an der Realisierung ebenfalls maßgeblich beteiligt.

Die Kommunale Wärmeplanung der Landeshauptstadt Potsdam setzt auf Fernwärme als wichtigen Baustein der künftigen Wärmeversorgung. Zur Pressemitteilung in voller Länge gelangen Sie hier.