Zu den Kooperationspartnern gehören u.a. das GFZ sowie mehrere internationale Hochschulen. Neben der tschechischen Charles University und der ETH Zürich sind auch Geo-Energie Suisse, die Solexperts AG, das schwedische Fraunhofer-Chalmers Centre for Industrial Mathematics und die European Federation of Geologists Teil des Forschungsteams. Die Koordination erfolgt durch das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung.
In den kommenden vier Jahren (bis April 2030) wollen die Projektpartner auf Grundlage der MTD®-Technologie des IEG einen maßgeschneiderten Prototyp entwickeln und diesen unter realen Bedingungen in einer drei Kilometer tiefen Forschungsbohrung in Tschechien testen.
Kern der Micro Turbine Drilling (MTD®)-Technologie ist eine weniger als fünf Zentimeter lange und weniger als vier Zentimeter breite Mikro-Bohrturbine, deren Rotation durch Wasserdruck aus einem flexiblen Schlauch angetrieben wird. Durch gezielt kleine Seitenbohrungen (»Micro-Sidetracks«) aus bestehenden Bohrlöchern wird die Kontaktfläche zwischen Bohrloch und Gestein deutlich vergrößert, wodurch sich Förderung und Injektion verbessern. Da diese Bohrungen fünf- bis zehnmal tiefer reichen, ohne eine klassische Bohranlage auskommen und in unterschiedlichsten Gesteinstypen einsetzbar sind, eignen sie sich besonders für bestehende oder reaktivierte Bohrungen.
Für die Umsetzung des Forschungsvorhabens UPLIFT („Unlocking Petrothermal Lithologies through Innovative Fracture Technologies”) steht dem Team ein Budget von 12,2 Millionen Euro zur Verfügung. Die Europäische Union fördert das Vorhaben mit 10,9 Millionen Euro.
Unter den folgenden Links erfahren Sie mehr zum EU-Projekt (in Englisch) sowie der Bohrtechnologie. Hier gelangen Sie zur Pressemitteilung des Fraunhofer IEG.