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Fraunhofer IEG: Kompaktes Werkzeug für Sidetrack-Bohrungen

| News

Mithilfe des Micro Turbine Drilling (MTD) des Instituts lassen sich Sidetrack-Bohrungen selbst in mit Stahlrohren ausgekleideten Brunnen realisieren – durch das rigless Verfahren sogar ohne die Errichtung einer klassischen Bohranlage.

Foto: Unsplash / Agustin Fernandez

Die wassergetriebene Mikro-Turbine des Fraunhofer IEG kann trotz einer Länge von nur fünf Zentimetern über einen mit Druckwasser versorgten Schlauch bis zu 1000 Meter in die Tiefe vordringen, wo der diamantbestückte Bohrkopf auch härtere Gesteine wie Granit, Basalt oder Sandstein durchbrechen kann. Eine klassische Bohranlage wird nicht benötigt. Feldeinsätze in der nordrhein-westfälischen Stadt Marl, sowie in der Schweiz und Südamerika bestätigten die hervorragenden Eigenschaften der Turbine.

Sidetrack-Bohrungen ermöglichen eine Leistungssteigerung einer Produktions- oder Injektionsbohrung. Da so auf die Niederbringung einer neuen Bohrung verzichtet wird, können Aufwand, Platzbedarf und Kosten in einem deutlich geringeren Bereich gehalten werden.

Mehr über das Werkzeug erfahren Sie hier. Das Fraunhofer IEG hat ebenfalls eine Infoseite erstellt.