Mithilfe der MTD®-Technologie lassen sich bestehende Tiefbohrungen ohne klassische Bohranlage erweitern. Durch die gezielte Erzeugung kleiner Seitenbohrungen (»Micro-Sidetracks«) aus bestehenden Brunnen und Bohrlöchern vergrößert sich die Kontaktfläche zwischen Bohrloch und Gestein deutlich. Es verbessert sich der Anstrom an einen Brunnen. Im Vergleich zu konventioneller Perforation reichen diese Bohrungen fünf- bis zehnmal tiefer in die Formation und vermeiden schädigende Effekte im Gestein. Das Verfahren kommt ohne klassische und teure Bohranlage aus (»rigless«) und eignet sich besonders für bestehende oder reaktivierte Bohrungen. Ende Juli wurde der Start des EU-Projekts „UPLIFT“ verkündet, dessen Ziel die Weiterentwicklung und Testung des Verfahrens unter realen Bedingungen ist, wie der Bundesverband berichtete.
Die nun vereinbarte Lizenzierung ist ein weiterer Schritt Richtung Markt. Lizenznehmer ist die Solexperts GmbH aus Bochum. Das Unternehmen plant, eigenständig Anschlüsse von Bohrungen an definierte geologische Schichten herzustellen. Alle Nutzungsdetails haben die Vertragspartner in einer nicht-ausschließlichen Lizenz (umfasst Schutzrechte, technisches Know-how und die Nutzung der Marke MTD®) geregelt.
Mehr darüber lesen Sie in der Pressemitteilung des IEG.