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Gebäudemodernisierungsgesetz-Novelle sendet falsches Signal für nötigen Ausbau einer resilienten Wärmeversorgung

| News

Zum Ende der Verbändeanhörung zum Gebäudemodernisierungsgesetz fordert der Bundesverband Geothermie deutliche Nachbesserungen.

Foto: Sebastian Pichler / Unsplash

Zum Ende der Verbändeanhörung zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) nimmt der Bundesverband Geothermie kritisch Stellung und fordert deutliche Nachbesserungen. Die Vertretung der Erdwärmebranche kritisiert dabei die Abschaffung der vielfach als wirksam anerkannten 65- Prozent-Vorgabe als fatales Signal. Vor dem Hintergrund großer geopolitischer Unsicherheiten sei eine resiliente, von fossilen Importen unabhängige Energieversorgung wichtiger denn je. Dafür müssen verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die die heimische Wärmeerzeugung priorisieren.

„Die Bundesregierung hat hier den klaren ordnungsrechtlichen Anreiz zum Einsatz von klimafreundlichen Technologien beim Heizungstausch abgeschafft. Das sorgt für Verunsicherung und wird das Tempo der Wärmewende bremsen. Bürger und Investoren brauchen verlässliche gesetzliche Vorgaben, die auch über die laufende Legislatur hinaus Bestand haben“, sagt Gregor Dilger, Geschäftsführer des Bundesverbands Geothermie e.V.

Die legislative Unbeständigkeit im gebäudebezogenen Wärmesektor hat im vergangenen Jahr dazu geführt, dass so wenig Heizungen abgesetzt wurden, wie seit 15 Jahren nicht mehr. „Das Hin und Her der vergangenen Jahre hat Investoren, Energieversorger und Bürger verunsichert und die Branche insgesamt geschwächt. Dagegen würde die inländische Wirtschaft von einer ambitioniert fortgesetzten Wärmewende profitieren“, so Dilger.

Mit dem Irankrieg hat sich in den letzten Wochen ein weiteres Mal deutlich gezeigt, welche fatalen Auswirkungen die bestehende Abhängigkeit von energiepolitischen Weltmärkten auf uns hat und wie vulnerabel die Lieferketten von Energierohstoffen sind. Zur Reduzierung der energiewirtschaftlichen Abhängigkeit fordert der Bundesverband Geothermie eine Resilienzstrategie, die dafür sorgt, dass Energieträger zu steigenden Anteilen aus dem Inland bezogen werden müssen.

„Die Novelle des GModG begünstigt den fortgesetzten Einsatz fossiler Brennstoffe. Dabei lässt die Bundesregierung die Frage unbeantwortet, wie Energie zukünftig verlässlich geliefert werden kann. Das fördert weder die Versorgungssicherheit noch schafft es Wirtschaftswachstum im Inland“, sagt Dilger. „Damit Deutschland künftig auf eine sichere, resiliente Wärmeversorgung blicken kann, muss die Energie, die wir im Inland verbrauchen, auch im Inland produziert werden.“

Geothermie ist dabei das Schlüsselelement der Wärmewende. Geothermie ist überall und zu jeder Zeit verfügbar und damit grundlastfähig. Kein Brennstoff muss importiert werden und das Wetter hat ebenfalls keinen Einfluss auf die Verfügbarkeit von Erdwärme. Die Technologien sind über Jahrzehnte erfolgreich im Einsatz und zuverlässig und langlebig. Geothermie ist damit ein ideales Mittel, um die heimische Wärmeversorgung sicherzustellen.

Die Stellungnahme des Bundesverbandes Geothermie als .pdf finden Sie hier.