Eine Kurzstudie des Beratungsunternehmens Prognos im Auftrag des Bundesverband Geothermie, der Erdwärmegemeinschaft Bayern und des Bundesverband Wärmepumpe zeigt: Wärmepumpen mit der Wärmequelle Erdwärme sind unter aktuellen Rahmenbedingungen die wirtschaftlichste Heizlösung.
Untersucht wurden Ein- und Mehrfamilienhäuser im Vergleich zwischen Gaskessel, Luft-Wasser-Wärmepumpe und Sole-Wasser-Wärmepumpe. Zwar sind die Investitionskosten für Erdwärmesysteme durch notwendige Bohrungen höher, doch gleichen sich diese über die Zeit deutlich aus.
Grund dafür sind vor allem steigende Gaspreise, CO₂-Kosten und ein wachsender Biomethananteil. Während fossile Heizsysteme zunächst noch mithalten können, steigen ihre Gesamtkosten im Zeitverlauf deutlich stärker. Wärmepumpen schneiden daher insgesamt günstiger ab.
Besonders deutlich wird der Vorteil bei der Nutzung von Geothermie: Über einen Zeitraum von 20 Jahren liegen die jährlichen Gesamtkosten von Erdwärmepumpen laut Studie rund acht Prozent unter denen von Luft-Wasser-Wärmepumpen. Hinzu kommt die deutlich längere Lebensdauer der Erdwärmesonden von 60 Jahren oder mehr.
Neben wirtschaftlichen Aspekten betont die Studie auch die strategische Bedeutung: Eine heimische, erneuerbare Wärmeversorgung stärkt die Unabhängigkeit von fossilen Importen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors.
Wie Gregor Dilger, Geschäftsführer des Bundesverbands Geothermie e.V. treffend zusammenfasst: "Wer in Erdwärme investiert, handelt weitsichtig und stellt seine Wärmeversorgung auf sichere Füße“.
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