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Klimaschutz mit Geothermie: Erdwärme als Baustein gegen die Klimakrise

| News

Die Folgen des Klimawandels waren auch in diesem Sommer vielerorts fatal. Geothermie kann als erneuerbare Wärmequelle dazu beitragen, den Klimaschutz voranzutreiben.

Foto: Markus Spiske / Unsplash

Hitze, Dürre, Waldbrände und weitere Klimakatastrophen: Auch in diesem Sommer zeigen sich die Folgen des Klimawandels. In Deutschland sind vielerorts Böden und Gewässer ausgetrocknet, die Waldbrandgefahr ist überall erhöht und die anhaltende Hitze belastet Mensch und Natur.

Solche Entwicklungen machen deutlich: Neben Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels bleibt es entscheidend, die Ursachen der Erderwärmung zu begrenzen. Ein zentraler Ansatzpunkt ist dabei die Energieversorgung, insbesondere die Wärmeversorgung. Der überwiegende Teil der deutschen Treibhausgasemissionen entsteht weiterhin durch die Verbrennung fossiler Energieträger. 2025 entfielen laut Umweltbundesamt rund 84 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Genau hier kann Geothermie einen wichtigen Beitrag leisten. Sie nutzt die im Untergrund vorhandene Wärme und macht sie für die Beheizung von Gebäuden, Quartieren und Wärmenetzen nutzbar. Darüber hinaus kann sie zur Kühlung in den ohnehin heißer werdenden Sommermonaten eingesetzt werden. Je nach Standort und geologischen Voraussetzungen kommen dabei unterschiedliche Technologien zum Einsatz, von oberflächennahen Erdwärmesonden und Erdwärmekollektoren bis hin zur Tiefen Geothermie für größere Wärmenetze oder auch Stromerzeugung.

Der entscheidende Klimaschutzbeitrag liegt darin, fossile Energieträger wie Erdgas und Heizöl durch erneuerbare Wärme zu ersetzen. Geothermie benötigt keinen Brennstoff, der bei der Wärmeerzeugung verbrannt werden muss. Dadurch können große Mengen fossiler Wärme ersetzt werden.

Auch der Gesetzgeber sieht in der Geothermie einen wichtigen Baustein für eine klimaneutrale Wärmeversorgung. Das Bundeswirtschaftsministerium bezeichnet Geothermie als ganzjährig verfügbare erneuerbare Wärmequelle und will ihren Ausbau gemeinsam mit Wärmenetzen und Wärmespeichern beschleunigen, beispielsweise durch das Ende letzten Jahres verabschiedete Geothermiebeschleunigungsgesetz GeoBG

Die Energiewende wird häufig vor allem mit dem Ausbau von Wind- und Solarenergie zur Stromgewinnung verbunden. Für den Klimaschutz ist jedoch auch die Wärmewende entscheidend. Gebäude, Industrie und Wärmenetze benötigen große Mengen an Wärme, die heute noch vielfach mit fossilen Energieträgern bereitgestellt wird. Besonders in Städten und dicht besiedelten Regionen bietet die Tiefengeothermie die Möglichkeit, größere Wärmemengen für bestehende oder neue Wärmenetze bereitzustellen. Die Oberflächennahe Geothermie wiederum kann Gebäude und Quartiere über Wärmepumpen effizient mit erneuerbarer Wärme versorgen.

Geothermie kann die Folgen von Dürre, Hitze oder Waldbränden zwar nicht unmittelbar verhindern. Aber sie kann dazu beitragen, die weitere Erwärmung des Klimas zu begrenzen, indem sie fossile Energieträger in der Wärmeversorgung ersetzt. Damit ist sie ein wichtiger Baustein des Klimaschutzes.