Die Tiefengeothermie soll in Bayern von der Nische in die breite Anwendung kommen. Welche Rolle dabei die neue Koordinationsstelle Tiefengeothermie Bayern spielt, wie Kommunen und Unternehmen beim Einstieg unterstützt werden und warum der Beratungsbedarf derzeit so hoch ist, erfahren Sie im Interview. Die 2024 vom Freistaat Bayern initiierte Stelle versteht sich als zentrale Anlaufstelle für Projekte und trägt dazu bei, Hürden abzubauen und die Wärmewende im Freistaat zu beschleunigen.
Was macht die Koordinationsstelle Tiefengeothermie Bayern?
Die Koordinationsstelle Tiefengeothermie Bayern ist die zentrale Anlaufstelle für Kommunen, Unternehmen und weitere Akteure der Geothermie in Bayern. Sie wurde 2024 vom Freistaat Bayern als Projekt der TUMint Energy Research GmbH initiiert, mit dem Ziel den Einstieg in die Tiefengeothermie zu erleichtern und damit die Wärmewende zu unterstützen.
Welchen Beitrag leistet die Koordinationsstelle Tiefengeothermie Bayern für die Tiefengeothermie?
Der Freistaat Bayern hat mit diesem umsetzungsorientierten und kostenfreien Angebot eine bedeutende Lücke geschlossen. Die Tiefengeothermie hat in Bayern großes Potenzial und steht vor der Aufgabe von einer Nischentechnologie in die Breite zu kommen.
Was war bisher ein besonderes Highlight oder ein Meilenstein Ihrer Arbeit?
Das Angebot der Koordinationsstelle erfährt seit Beginn großen Zuspruch – die Nachfrage nach Beratung und Austausch ist groß. „Wir beraten in persönlichen Gesprächen und unterstützen bei einer ersten Einschätzung von Projekten hinsichtlich Geologie, Wirtschaftlichkeit und Kommunikation,“ berichtet Ulrich Steiner, Leiter der Koordinationsstelle. Die Koordinationsstelle übernimmt damit eine tragende Rolle als kompetente Ansprechpartnerin auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung durch Tiefengeothermie in Bayern.
Die Fragen beantwortete Mareike Melain, Kommunikation der Koordinationsstelle Tiefengeothermie Bayern.