Beim Geothermie-Großprojekt Michaelibad in München ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die acht Standrohrbohrungen wurden erfolgreich abgeschlossen. Damit ist der erste zentrale Bauabschnitt der Bauphase für die größte Geothermieanlage Kontinentaleuropas vollendet, wie die Stadtwerke München (SWM) laut „stadt + werk“ mitteilten. Rund 16 Monate nach dem offiziellen Spatenstich markiert dies entscheidenden Fortschritt im Projektverlauf.
Auf dem Gelände des Michaelibads entsteht eine Geothermie-Anlage mit einer geplanten Wärmeleistung von über 80 Megawatt, ergänzt durch eine Großwärmepumpe mit 21 Megawatt Leistung. Ab dem Jahr 2033 soll die Anlage rund 75.000 Haushalte in München mit klimafreundlicher Wärme versorgen und damit einen wichtigen Beitrag zur Wärmewende in der Landeshauptstadt leisten.
In 2025 wurden bereits umfangreiche vorbereitende Maßnahmen getroffen, unter anderem die Einrichtung des Bohrplatzes, der Bau eines Lärm- und Sichtschutzzauns sowie die Errichtung eines Brauchwasserbrunnens. Mit der Fertigstellung der Standrohrbohrungen wurde diese Phase nun erfolgreich abgeschlossen. Die Standrohre dienen als stabile Schutzrohre für die späteren Tiefbohrungen und gewährleisten gleichzeitig den Schutz des Grundwassers.
Ab 2026 startet der Bau des unterirdischen Bohrkellerbauwerks, an den sich die Errichtung der Wärmezentrale anschließt. Durch die weitgehend unterirdische Ausführung der Anlagen bleibt das Erscheinungsbild des Michaelibads erhalten, und die Liegewiesen können nach Abschluss der Arbeiten größtenteils wieder genutzt werden.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier. Einen Artikel von „stadt+werk“ finden Sie hier.