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Neue Kreditinstrumente der KfW gestartet

| News

Anfang August brachte die KfW zwei weitere Bausteine des Deutschlandsfonds an den Start, die Investitionen in die Energieinfrastruktur stärken sollen.

Foto: Unsplash/ Radission US

Am 3. August starteten zwei neue Programme der KfW: Der  Investitionskredit Energieversorgung und der KfW-Konsortialkredit Energieversorgung richten sich an Energieversorgungsunternehmen sowie die sie finanzierenden Banken und sollen Investitionen in die Energieinfrastruktur unterstützen. 

Beide Finanzierungsinstrumente hat die KfW im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie des Bundesministeriums der Finanzen entwickelt. Sie sollen den Ausbau der Energieinfrastruktur stärken und regionale Energieversorger bei hohen Finanzierungsbedarfen unterstützen, wenn diese durch begrenzte Kreditspielräume ihrer Hausbanken und eigene Bilanzgrenzen einem Ausbau im Wege stehen.

Den Investitionskredit Energieversorgung bietet die KfW über Finanzierungspartner an. Durchleitende Banken erhalten eine Freistellung von den Kreditrisiken in Höhe von 50 Prozent. Der Kredit zielt auf Vorhaben mit einem Kreditvolumen von bis zu 100 Millionen Euro pro Projekt ab. Dabei werden bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten finanziert. Je nach Bedarf sind Laufzeiten bis zu 25 Jahren und fünf tilgungsfreie Jahre möglich. Interessierte Energieversorgungsunternehmen stellen ihren Antrag bei dem Finanzierungspartner Ihrer Wahl vor Beginn des Vorhabens.

Als Alternative zum Investitionskredit bietet die KfW den KfW-Konsortialkredit Energieversorgung an. Er eignet sich für größere Infrastrukturvorhaben, bei denen Finanzierungspartner wegen Kreditvolumen oder Limitgrenzen zusätzliche Entlastung benötigen. Auf Einladung eines Finanzierungspartners beteiligt sich die KfW bei marktüblichen Konditionen mit bis zu 50 Prozent und maximal 100 Millionen Euro an passgenau strukturierten Konsortialfinanzierungen. Auf Wunsch refinanziert die KfW zudem andere Finanzierungspartner, die am Konsortium teilnehmen. Dafür stehen pro Vorhaben bis zu 200 Millionen Euro zur Verfügung.

Zusätzlich gibt es seit Anfang des Jahres mit dem Förderkredit Tiefengeothermie die Möglichkeit, Projekte zu fördern, die Erdwärme erschließen. Pro Bohrprojekt stehen bis zu 25 Millionen Euro zur Verfügung. Erstattet werden 100% der förderfähigen Kosten und der Kredit ist kombinierbar mit anderen Fördermitteln. Die Laufzeit beträgt bis zu fünf Jahre.

Eine Übersicht zu den Fördermöglichkeiten für den Geothermieausbau finden Sie hier.