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Die Wärmewende nimmt Fahrt auf

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Statistik des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verzeichnet Anstieg bei Anträgen für mit Geothermie betriebenen Wärmepumpen.

Das Heizen mit Geothermie ist sowohl im Altbau als auch im Neubau möglich. Bildquelle: Bundesverband Wärmepumpe (BWP)

Zum 01. Januar 2021 startete die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) des BAFA und löste die Fördertatbestände des Marktanreizprogramms „Heizen mit erneuerbaren Energien“ (MAP) ab. Bis zum 30. April 2021 wurden im Rahmen des BEG bereits 91.957 Anträge gestellt. Davon waren insgesamt 14.547 Anträge für eine Förderung von geothermischen Wärmepumpen. Im Vergleich zum älteren MAP nimmt die Anzahl der Anträge für eine Förderung von geothermischen Wärmepumpen im neuen Förderprogramm des BEG stark zu, denn eine vergleichbare Anzahl an Anträgen (15.110) wurde 2020 im Rahmen des MAP erst im zweiten Quartal erreicht.

Aktuell werden sowohl ältere Anträge des MAP als auch Anträge der BEG bewilligt und somit abgeschlossen. Seit Jahresbeginn wurden bereits 3436 Anträge für eine Förderung von geothermischen Wärmepumpen bewilligt. Diese Zahl teilt sich auf in 3.186 Anträge für Wärmepumpen mit geschlossenen Systemen auf Basis von Sonden oder Kollektoren sowie 250 offene Systeme, welche als sogenannte Wasser-Wasser-Anlagen ausgeführt werden. Sie erreichen zusammen eine Gesamtleistung von 7.547.593 kW.

Monatsstatistik der Bundesförderung für effiziente Gebäuse (BEG) 2021, Quelle: BAFA

Auf den Gesamtmarkt betrachtet erfolgt dieses beachtliche Wachstum allerdings von einem geringen Niveau. Im letzten Jahr wurden laut Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie (BDH) insgesamt 24.500 geothermische Wärmepumpenanlagen installiert. Dies ist noch deutlich zu wenig bei einem Absatz von insgesamt 842.000 Wärmeerzeugern im Jahr 2020, wovon 686.000 auf fossilen Heizungen mit Erdgas oder Erdöl entfallen. Es ist deshalb notwendig, die Förderung von Erdgasheizungen und Ölheizungen zu beenden und den Wärmepumpenstrom von der EEG-Umlage zu befreien. Die Statistik zeigt, dass immer mehr Menschen ihre Heizungen für klimaneutrale Wärmeerzeuger umrüsten wollen. Gasheizungen verzeichneten nur einen Zuwachs von +6%. Die Markentwicklung für Ölheizungen ist mit -14% rückläufig. Oberflächennahe Geothermie bietet dafür eine attraktive, nahezu universell einsetzbare Möglichkeit, die unabhängig von Erdgasinfrastruktur, Holzmarktpreis, Wetter und Jahreszeit verlässlich Wärme liefert. Klassische Wärmepumpen mit geschlossenen Systemen (Sole-Wasser-Wärmepumpen) erreichten einen Zuwachs von +18%.

Absatzzahlen der Wärmeerzeuger in Deutschland 2020, Quelle: BDH Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie

Weitere Infomationen zur Wärmewende finden Sie im Impulspapier "Klimaneutrale Wärme aus Geothermie 2030 / 2050".

Sie möchten Teil der Wärmewende werden? Zertifizierte Energie-Effizienz-Experten/-innen für die Förderprogramme des Bundes zur Energieeffizienz finden Sie auf dieser Webseite der Deutschen Energie Agentur. Alle förderfähigen Wärmepumpen finden Sie auf Seite 86 der Liste der Wärmepumpen mit Prüf- / Effizienznachweis. Den Antrag auf Förderung Ihrer geplanten Geothermie-Wärmepumpe können Sie auf dieser Plattform des BAFA stellen.

Quellen: baulinks, Bundesverband Wärmepumpe, BAFA