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Erste Geothermie-Bohrung in Graben-Neudorf gestartet

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Mehrere Teams arbeiten rund um die Uhr im umlaufenden Schichtbetrieb. Die Bohrtiefe von 3.700 Meter soll nach drei Monaten erreicht sein. Dem Bohrstart gingen umfangreiche Bürgerdialoge voraus.

Auch in Dettenheim und Karlsruhe-Neureut wird aktuell über das Pzenzial der Geothemrie diskutiert. Geothermieheizwerke sollen einen wichtigen Beitrag zur Energieunabhängigkeit leisten. Die Arbeit der Deutschen Erdwärme gilt in der Region als Vorbild für viele Gemeinden. Bildquelle: Deutsche Erdwärme

Karlsruhe, 16. Mai 2022. Die Deutsche ErdWärme hat am 15. Mai 2022 mit der ersten von zwei der zur Errichtung eines Geothermie-Kraftwerks benötigten Bohrungen in Graben-Neudorf begonnen. Der im Einsatz befindliche Bohrturm ist 38,1 Meter hoch, kann bis 5.000 Meter tief bohren und hat eine Hakenlastkapazität von 360 Tonnen. Bohrteams im umlaufenden Schichtbetrieb sorgen dafür, dass er durchgehend im Einsatz ist. Angetrieben von einem Elektromotor mit einer maximalen Drehzahl von 220 Umdrehungen pro Minute soll der Bohrer die finale Tiefe von ca. 3.700 m nach etwa drei Monaten erreichen.


Die erste Bohrung ist ein bedeutender Meilenstein des Geothermie-Projekts und entscheidend für seinen weiteren Verlauf. „Erst, wenn die erste Bohrung abgeteuft und getestet ist, wissen wir, ob wir fündig sind. Das heißt, ob wir heißes Thermalwasser in ausreichender Menge fördern können, um damit eine Erdwärmeanlage wirtschaftlich zu betreiben“, erläutert Dr. Herbert Pohl, Gründer und Geschäftsführer der Deutschen ErdWärme, und ergänzt „Ein
Moment, den wir trotz großer Zuversicht und Vertrauen in die akribische Vorarbeit mit Spannung erwarten.“ Verläuft alles nach Plan, rechnet das Unternehmen im September mit ersten Ergebnissen.


Die Bohrung ist in verschiedene Sektionen unterteilt. Die erste Sektion wird mit einem Durchmesser von etwa 90 Zentimeter ausgeführt. Die Rohrtouren der verschiedenen Bohrabschnitte werden teleskopartig ineinandergelegt. Ihre Durchmesser verringern sich von Abschnitt zu Abschnitt. Die letzte Rohrtour hat nur noch einen Durchmesser von etwa 15 Zentimetern.

Mehr Infos unter: https://www.deutsche-erdwaerme.de/