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ETH Zürich erforscht Geothermie in der Schweiz

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Die ETH Zürich startet im Tessinger Bedrettotal ein Forschungsprojekt bezüglich der Tiefen Geothermie in einem stillgelegten Stollen.

Dorf Ronco im Tessinger Bedrettotal - Foto: Adrian Michael

Für das Projekt „Bedretto Underground Laboratory for Geoenergies“ (Bulg) wurde ein unterirdisches Forschungslabor errichtet. Das Labor befindet sich in einem seit 1982 stillgelegten Seitenstollen, der sich in der Nähe des Tessinger Dorfes Ronco befindet und 5,2 Kilometer lang ist. Die Zentrale des Labors befindet sich dabei in einer Felskaverne, die früher als Ausweichstelle für die Stollenbahn gedient hat und 2,2 Kilometer tief im Berg liegt. Der Standort ist für die Bohrungen von Vorteil, da die Felsüberlagerung an dieser Stelle bis zu 1500 Meter beträgt.

Ziel des Projektes ist, dass die Erdwärme in der Schweiz an Bedeutung und Gehör gewinnt. Dafür werden kontrollierte Experimente durchgeführt, um die induzierte Seismizität besser verstehen zu können. Außerdem wird erforscht, inwiefern Gestein durchlässig gemacht werden kann, um langfristig Wärme entziehen zu können und diese nutzbar zu machen. Das Schweizer Bundesamt für Energie (BFE) schätzt, dass bis 2030 um die 12 Geothermie-Anlagen in der Schweiz entstehen, die rund 800 Gigawattstunden Strom bereitstellen werden.

Quelle: Tagblatt