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Exploration in NRW

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In NRW sind neben Sandsteinen auch Karbonate in Tiefen mit ausreichenden Temperaturen großflächig vorhanden. Sie sind noch nicht ausreichend erforscht, um örtliche Geothermieprojekte anzustoßen. Das Projekt KarboEX soll das ändern.

Foto: Geologischer Dienst NRW

Exploration ist grundsätzlich eine kostenintensive Aufgabe und daher auf Flächen wie der Gesamtfläche NRW schwer realisierbar. Das Projekt mit dieser neuen Zielrichtung der Tiefengeothermie basiert demensprechend ausschließlich auf der Aufbereitung vorhandener Daten der Steinkohleexploration. Dies sind neben den untertägigen Aufschlüssen des Bergbaus (Risswerk) etwa 1300 Tiefbohrungen, etwa 1.300 km 2D Seismik und 29 3D Seismiken mit einer Gesamtfläche von mehr als 200 km2.

In Ballungsgebieten spielt die Versorgung mit Fern- und Nahwärme gegenüber Einzelhauslösungen eine besondere Rolle. Ein deutlicher Fortschritt wäre hier die Nutzung der Tiefengeothermie als EE-Wärmequelle für diese Netze.

Die Vorkenntnisse aus dem Steinkohlenbergbau sind ein Glücksfall für die Entwicklung einer karbonfreien Wärmeversorgung in NRW und stellen keinen Hinderungsgrund dar für die Entwicklung entsprechender Anlagen unterhalb des zuvor eingestellten Bergbaus.

Die Ergebnisse dieses Forschungsvorhabens können geothermische Potentiale der Karbonate des Karbons und Devons in NRW abschätzen, weitere Explorationstätigkeit steuern und somit konkrete Projekte ermöglichen.

Die Projektergebnisse werden insbesondere durch Einpflege in das Informationssystem GeoTis allgemein zugänglich gemacht.

Die HarbourDom Gmbh wird sich neben der wissenschaftlichen Projektkoordination insbesondere an der Aufarbeitung der 3D-Seismik Daten beteiligen, bei Potenzialabschätzungen, bei Explorationsempfehlungen und bei der Verbreitung der Projektergebnisse im Umfeld Geothermie.

 

Quelle: rwth-aachen