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Geothermie als Bestandteil eines integrierten Wärmenetzes

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Vertreter von Stadtwerken aus München, Schwerin und Hamburg stellten ihre Projekte für eine nachhaltige Fernwärme mit Geothermie vor. Zukünftig wird die Einbindung von geothermischen Quellen wesentlich dazu beitragen klimafreundliche Fernwärme in Ballungsräumen bereitzustellen.

Workshop des Bundesverband Geothermie , Gastgeber Hamburg Energie, HE-Referent Thomas-Tim Sävecke

Zum Workshop "Geothermie für die Wärmewende" kamen am 28. Oktober 2019 ca. 40 Experten aus ganz Deutschland bei Hamburg Energie zusammen. Einen Tag lang diskutierten sie zu den Potenzialen, die unter den Städten in der Bundesrepublik liegen und wie diese für eine klimaneutrale Energieversorgung genutzt werden können. Die Stadtwerke München stellten ihre Version einer neuen Fernwärmestrategie vor. In München und Umland versorgen schon heute eine Vielzahl von Geothermie- Heizwerken die Bewohner mit nachhaltiger Wärme. Aktuell wird auf dem Gelände des Heizkraftwerkes München-Süd eine Anlage erstellt die weitere ca. 80.000 Münchner Bürger mit geothermischer Fernwärme versorgen wird. 

Die Stadtwerke Schwerin wiederum errichten ebenfalls aktuell eine Geothermieanlage, die in ein bestehendes Wärmenetz einspeisen wird und dabei auch Großwärmepumpen mit geothermischen Quellen kombiniert. 

In Hamburg wiederum plant Hamburg Energie mit dem Reallabor-Einreichung "IW3 - Integrierte Wärmewende Wilhelmsburg" eine neue, innovative Wärmewelt. Auch hier ist das Ziel für die Bürger der Hansestadt zuverlässig, wirtschaftlich und nachhaltig Wärme bereitzustellen.  
Gemeinsam mit dem Verband Kommunaler Unternehmen (VKU), dem Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) und dem Bundesverband Geothermie wurde bei dem Workshop ein Impulspapier zur "Beschleunigung der Wärmewende durch Nutzung von (Tiefen-)Geothermie" diskutiert. Dieses soll zur gemeinsamen Positionierung dienen um Geothermie in Deutschland als Kernkomponente eines klimafreundlichen Wärmemixes zu etablieren. 

Die Nachbarn aus den Niederlanden machen vor wie es gehen kann. Ein Vertreter der staatlichen Energiefirma ebn stellte den Masterplan-Geothermie und die für Geothermie- Anwendungen besonders günstigen Rahmenbedingungen in den Niederlanden vor. Dort werden bisher vor allem riesige Gewächshäuser mit Wärme aus der Tiefe versorgt. Zukünftig wird oberflächennahe Geothermie mit Wärmepumpen und tiefe Geothermie bei unseren Nachbarn die wesentliche Versorgungskomponente für Gebäudewärme darstellen.