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Geothermie-Erfolg: Einnahmen und Klimaschutz

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Die Geothermie Unterschleißheim: Rückblickend war es ein Pionierprojekt. Heute nennt es der Bürgermeister „eine einzige Erfolgsgeschichte“ und denkt offen über eine zweite Bohrung nach.

Foto: Büro4 WAGNER + PARTNER ARCHITEKTEN

Zur Jahrtausendwende wurde die Bohrung mit einer Tiefe von 1.961 Meter umgesetzt und so 79 Grad heißes Thermalwasser erschlossen.

Mit dieser Erdwärme werden heute 4.130 Haushalte (ein gutes Drittel der Stadt), 15 kommunale Gebäude, das Sehbehindertenzentrum und die evangelische Kirchengemeinde mit Energie versorgt. Der erste Abnehmer war 2003 das städtische Hallenbad. Zu der Zeit leistete die Stadt Pionierarbeit.

Seit 2014 schreibt die Anlage schwarze Zahlen, deutlich früher als gedacht. In einem Jahr soll nun der Business Campus ans Netz angeschlossen werden. 28,3 Millionen Euro wurden bereits in die Anlage investiert. Die Leistung soll von aktuell 38 auf ungefähr 60 Megawatt erhöht werden. In den anvisierten Ausbau des Netzes sollen in den nächsten Jahren etwa weitere 8,5 Millionen Euro investiert werden. Zum Teil soll dies durch die Beiträge für den Fernwärmeanschluss refinanziert werden. Außerdem denkt der Bürgermeister Christoph Böcke (SPD), der das Geothermie Projekt „eine einzige Erfolgsgeschichte“ nennt, offen über eine zweite Tiefenbohrung nach.

Vor dem Hintergrund des Gewinns der vergangenen Jahre folgert Stockerl: „Man kann mit Klimaschutz Geld verdienen“.

 

Quele: Merkur