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Geothermie liefert die Wärme für Biogemüse

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Der nachhaltige Biohof Geinberg baute 2022 das erste Geothermie-Gewächshaus Oberösterreichs. Die Wärmeenergie stammt aus 2000 Metern Tiefe und wird mit etwa 100°C gefördert.

Etwa 11 Hektar Gewächshaus werden mit der Wärmeenergie aus 2000 Metern Tiefe geheizt. Quelle: BIOhof Geinberg

Die Familie Steiner aus Hochburg-Ach in Oberösterreich und die Familie Perlinger aus Wallern im Burgenland errichten in Moosham (Österreich) eines der modernsten und umweltfreundlichsten Glashäuser Europas für die Produktion von Bio-Tomaten, Bio-Paprika und Bio-Gurken. Die Produktionsfläche beträgt ca. 11ha, die Beheizung erfolgt klimaneutral mit Geothermie. Der Bau der riesigen Gewächshausfläche dauerte von Oktober 2020 bis März 2022 und es wurden ca. 30 Mio. Euro investiert. Die hier nachhaltig angebauten Bio-Tomaten und Bio-Paprika sind in den Regalen regionaler Supermärkte bereits ab Anfang März bis Ende November zu finden.

Bewährtes Energiekonzept

Das Unternehmen BioHof Geinberg profitiert von der langjährigen Erfahrung der Familie Steiner, die in Kirchweidach bereits seit 2014 erfolgreich Geothermie zur Beheizung ihrer Gewächshäuser einsetzt. Zusammen mit der Familie Perlinger wurde bewährte Konzept der Nutzung von Geothermie in der Kombination mit Photovoltaik umgesetzt.

 

Eine hauseigene Photovoltaik-Anlage erzeugt den Strom, unter anderem für die Pumpen der Geothermieanlage. Sie fördert Thermalwasser mit einer Temperatur von ca. 100 Grad aus einer Tiefe von rund 2.000 Meter. „Am BIOhof Geinberg legen wir viel Wert auf gesunde und schmackhafte Produkte, darin spiegelt sich auch unser hoher Qualitätsanspruch wider. Ein gesunder Boden bildet die Grundvoraussetzung für gesundes Pflanzenwachstum und gute Früchte“, erklärt BIOhof Geschäftsführer Patrick Haider. Der gesamte Betrieb ist als Kreislaufwirtschaft aufgebaut. Das Sammeln von Regenwasser ermöglicht eine autarke Wasserversorgung und schont die regionalen Wasserressourcen. Es kommt ausschließlich Bio-Dünger und aus den Pflanzenabfällen vor Ort hergestellter Kompost zum Einsatz. Die Bestäubung wird durch Hummeln gewährleistet und Nützlinge statt Pestizide zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Da die übliche Beheizung von Gewächshäusern mit Erdgas zunehmend nicht mehr rentabel ist, könnten in Zukunft immer mehr Agrarbetriebe auf Geothermie umsteigen.

Quellen: BIOhof Geinberg, Gemüsebau Steiner, T&N, gabot