Mitglied werden Sponsor werden

Geothermie und Umweltthermie auf dem Vormarsch in Bayern

| News

Gas (seit 2017 im Ranking auf Platz 2) verliert als eine der großen Primärenergie-Quellen schrittweise bereits etwas an Bedeutung.

Von den in Bayern im Jahr 2020 fertiggestellten neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden nutzen 47,2 Prozent primär Geothermie oder Umweltthermie zum Heizen. Quelle: Bayrisches Landesamt für Statistik

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik werden im Freistaat im Jahr 2020 insgesamt 27.916 neue Wohn- und Nichtwohngebäude mit Heizung fertiggestellt. Bei 13.182 der Gebäude beziehungsweise 47,2 Prozent wird Geothermie oder Umweltthermie als primäre Energiequelle zum Heizen verwendet. Im Jahr 2016 sind das vergleichbare 8.206 Gebäude beziehungsweise 34,3 Prozent. Konträr dazu reduziert sich der Anteil der neu fertiggestellten Gebäude, die mit Gas beheizt werden, von 38,8 Prozent im Jahr 2016 kontinuierlich auf 29,8 Prozent im Jahr 2020. Im Folgenden sind zur Thematik auch ausgewählte Ergebnisse nach Wohngebäudearten und nach Regierungsbezirken dargestellt.

Von den in Bayern im Jahr 2020 fertiggestellten neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden, die mit einer Heizung ausgestattet sind, nutzen insgesamt 13 182 beziehungsweise 47,2 Prozent primär Geothermie oder Umweltthermie zum Heizen. Nach weiteren Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik sind es im Jahr 2016 erst 8.206 Gebäude beziehungsweise 34,3 Prozent. Dazu konträr entwickelt sich der Anteil der neu fertiggestellten Gebäude, die vorrangig mit Gas beheizt werden: 38,8 Prozent im Jahr 2016 reduzieren sich sukzessive auf 29,8 Prozent im Jahr 2020.

Zur überwiegend eingesetzten Heizenergie beim Wohnen den Blick auf die Wohngebäude gerichtet, ergibt sich für den Freistaat im Jahr 2020 folgendes Bild: 53,6 Prozent der neu fertiggestellten Einfamilienhäuser sowie 52,1 Prozent der neu fertiggestellten Zweifamilienhäuser nutzen eine Wärmepumpe mit den Wärmequellen Erde (Geothermie), Luft (Aerothermie) oder Wasser (Hydrothermie). Die Thermiearten Aerothermie und Hydrothermie werden in der amtlichen Bautätigkeitsstatistik unter dem Oberbegriff Umweltthermie zusammengefasst. Im Jahr 2016 betragen die vergleichbaren Anteile 39,3 Prozent und 39,1 Prozent. Bei den Mehrfamilienhäusern beziffert sich der entsprechende Anteil im Jahr 2020 auf 25,4 Prozent gegenüber 16,5 Prozent im Jahr 2016.

Als primäre Heizenergie beim Wohnen dient nächsthäufig Gas: Im Jahr 2020 werden in Bayern 28,3 Prozent der fertiggestellten neuen Einfamilienhäuser, 26,3 Prozent der Zweifamilienhäuser und 36,1 Prozent der Mehrfamilienhäuser vorrangig mit Gas beheizt. Dagegen werden nur noch 1,5 Prozent der im Jahr 2020 errichteten neuen Einfamilienhäuser mit Öl beheizt. Bei den neuen Zweifamilienhäusern beziffert sich der Vergleichsanteil auf 2,7 Prozent und bei den neuen Mehrfamilienhäusern auf 1,0 Prozent. Mit 21,0 Prozent nutzen gut ein Fünftel der im Freistaat im Jahr 2020 fertiggestellten neuen Mehrfamilienhäuser Fernwärme/Fernkälte als überwiegende Heizenergie. Bei den neuen Einfamilien- und Zweifamilienhäusern ist das mit 6,5 Prozent beziehungsweise 5,6 Prozent relativ seltener der Fall.

Hinsichtlich der Nutzung primärer Heizenergie gibt es auch regionale Unterschiede. Die Betrachtung zum Jahr 2020 auf die sieben Regierungsbezirke Bayerns und die Energieart Gas fokussiert: In den südlichen Regierungsbezirken Oberbayern, Niederbayern und Schwaben wird Gas häufiger genutzt als in den anderen vier bayerischen Regierungsbezirken. In Schwaben ist der Anteil der Gas-Nutzung mit 33,8 Prozent am größten und in der Oberpfalz mit 20,5 Prozent mit Abstand am geringsten.

Quelle: Bayrisches Landesamt für Statistik