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Geothermiekongress - Klimaneutrale Wärme für die Energiewende

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Der Bundesverband Geothermie und die internationale Geothermiebranche schauen auf drei erkenntnisreiche Kongresstage zurück. Heute findet ein weiteres Side-Event statt.

Helge-Uve Braun: "Geothermie kann Wärmewende!" (Archivbild des Geothermiekongress 2019, Phillip Guelland)

Drei Tage gingen die ExpertInnen gemeinsam in die Tiefe – der Geothermiekongress mit 177 Vorträgen, Workshops und Side Events hat heute seinen Abschluss gefunden. Prof. Dr. Rolf Bracke, Leiter der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG, fasste die Stimmung unter den Kongressteilnehmern zusammen: „Ich glaube, wir stehen vor dem größten Umbruch seit der Industrialisierung“. Er stellte in seiner viel beachteten Keynote das noch nicht veröffentlichte Strategiepapier Geothermie der Fraunhofer-Gesellschaft und Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren vor und gab damit einen Ausblick auf die weitere Markt- und Technologieentwicklung der Geothermie.

Die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Umsetzung der Klimaziele unter Einbezug der Geothermie sind groß. Der internationale Erfahrungsaustausch auf dem Kongress zeigte, wie die kommunale und industrielle Wärmewende mit Geothermie bereits erfolgreich umgesetzt wird und welche Weichen noch gestellt und welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um alle Ausbauziele rechtzeitig zu erreichen. Neben IngenieurInnen, ForscherInnen, politischen EntscheidungsträgerInnen und VertreterInnen der Stadtwerke waren auch zahlreiche Studierende im Publikum.

 

Preisträger werden geehrt

Roy Baria wurde als Preisträger der diesjährigen Patricius-Medaille benannt. Seine öffentliche Ehrung wird auf dem EGC 2022 (17.-21. Oktober 2022) in Berlin stattfinden. Der Preis Junger Wissenschaftler ging dieses Jahr an Dr. Martin Lipus für seine zukunftsweisenden patentierten Arbeiten zur Bewertung der Integrität von Geothermiebohrungen mit faseroptischen ortsverteilten Temperatur- und Dehnungsmessungen in Echtzeit. Der Nachwuchspreis der Science Bar ging an Robert Stockmann (Fraunhofer IEG) für seine Bachelorarbeit „Erste Entwicklung einer automatischen Control Unit für Radial Jet Drilling und Milling Operations“.

Besondere Beachtung fanden die ingenieurstechnischen und geologischen Betrachtungen der Mitteltiefen Geothermie im Norddeutschen Becken und die Gewinnung von geothermalem Lithium.  Auf der regulatorischen Ebene stand die Umsetzung des Geologiedatengesetzes als Grundlage der Ausbauplanung im Vordergrund. 

Der Bundesverband Geothermie lädt die Teilnehmenden für eine weitere Vertiefung der Themen und internationale Vernetzung schon jetzt zum European Geothermal Congress (EGC) ein, der vom 17. bis 21. Oktober 2022 in Berlin stattfinden wird.