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„GIGS – Geothermie im Granit Sachsens“: Rahmen für Forschungsbohrung abgesteckt

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Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat das Vorprojekt ihres Forschungsvorhabens „Geothermie im Granit Sachsens (GIGS)“ nach 20-monatiger Laufzeit abgeschlossen.

Schneeberg, Saschsen; Quelle: Wikipedia/ Miebner

Im Vorprojekt wurden die fachlichen, bergrechtlichen und administrativen Voraussetzungen für das Abteufen der geplanten Geothermie-Forschungsbohrung „Silberberg“ in die Störungszone „Roter Kamm“ erarbeitet. Über den Sachstand und die weiteren Maßnahmen im nachfolgenden Hauptprojekt informierten die BGR und der Freistaat Sachsen jetzt die Spitzenvertreter der vom Projekt berührten Kommunen Aue-Bad Schlema und Schneeberg.

Ziel des Hauptprojekts ist es, das Potenzial für eine Erdwärmegewinnung aus dem kristallinen Grundgebirge in der Gemeinde Aue-Bad Schlema zu untersuchen. Dazu soll eine etwa vier Kilometer tiefe Forschungsbohrung auf dem Gelände der ehemaligen Polizeischule an der Schneeberger Straße im Ortsteil Wildbach durchgeführt werden. Der Freistaat Sachsen stellt das Grundstück zur Verfügung und wird den Bohrplatzbau finanzieren. Das Hauptprojekt ist auf drei Jahre ausgelegt. Bis zum Herbst dieses Jahres wird die BGR beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die notwendigen Projektmittel beantragen.

Die wissenschaftlichen Ziele des Vorhabens umfassen:

  • die Evaluierung der Interpretation der in 2012 in der Region durchgeführten 3D-Seismik;
  • den Nachweis einer Thermalwasser-Durchlässigkeit in der Störungszone „Roter Kamm“;
  • die Erprobung neuer Bohr- und Komplettierungstechnik für Granit;
  • Beiträge für ein Wirtschaftlichkeitskonzept zur Bewertung des geothermalen Potenzials im Grundgebirge.

Die BGR kooperiert in dem Projekt mit dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) des Freistaates Sachsen sowie mit mehreren Forschungseinrichtungen: der Technschen Universität Bergakademie Freiberg (TUBAF), der Technischen Universität Clausthal, dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) in Hannover, dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und dem Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ.

Weitere Informationen:
www.geothermie-erzgebirge.de

 

Quelle: PM der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe