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Größte geothermische Anlage der EU in Aarhus, Dänemark geplant

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Das Geothermie-Unternehmen Innargi hat einen Vertrag über die Entwicklung und den Betrieb des größten geothermischen Heizwerks der EU in Aarhus, Dänemark, unterzeichnet.

Isbjerget in Aarhus, Dänemark. Foto: Antoni Salom (CC)

Durch die Bereitstellung von konstanter Grundlastenergie mittels Geothermie für die Fernwärme bietet Innargi eine grüne und nachhaltige Alternative zu Biomasse, Kohle und Gas.

Mit groß angelegten geothermischen Heizanlagen ist es möglich, Millionen von Häusern mit grüner Energie zu heizen, auch wenn kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint.
"Es ist von entscheidender Bedeutung, unsere Heizquellen zu überdenken und die Geothermie in die Planung des Energiemix der Zukunft. Wir sehen ein riesiges Potenzial für geothermisches Heizen in vielen europäischen Städten, die darum kämpfen, aus der Kohle auszusteigen, um die Klimaziele zu erreichen. Wir glauben, dass Länder wie Dänemark, Deutschland und Polen die richtigen unterirdischen Bedingungen bieten, um den Bedarf an Kohle, Gas und importierter Biomasse deutlich zu senken. Die heute angekündigte 30-jährige Vereinbarung ist ein wichtiger erster Schritt auf unserem Weg. Wir freuen uns sehr über die starke Unterstützung durch die dänische Regierung und der Stadt Aarhus, einschließlich des Vertrauens in unser Team und unsere Technologie, um die größte geothermische Anlage der EU zu entwickeln", sagt Samir Abboud, CEO von Innargi.

Geothermische Energie stammt aus dem Erdkern. An einem Standort wie Aarhus wird Wasser aus einer Tiefe von 2-3 Kilometer unter der Oberfläche bei einer Temperatur von 60-90 °C über eine Förderbohrung gewonnen. An der Oberfläche wird die Wärme des Wassers dann mit Hilfe von Wärmepumpen gewonnen und an das Fernwärmenetz weitergeleitet. Anschließend wird das abgekühlte geothermische Wasser über eine Injektionsbohrung zurück in den Untergrund gepumpt.

Die Technologie bietet die Möglichkeit, eine wirklich kreislauffähige und nachhaltige Form der Energieversorgung zu schaffen. Die Gemeinde Aarhus hat 330.000 Einwohner und 180.000 Haushalte. 95 % der Haushalte sind an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die geplante Kapazität des geothermischen Heizwerks in Aarhus beträgt 110 MW, was 20% des Fernwärmebedarfs von Aarhus entspricht, und die jährlichen CO2-Emissionen sollen um bis zu 165.000 Tonnen reduziert werden. Vorbehaltlich eines erfolgreichen Prüfungsverfahrens, wird das geothermische Kraftwerk im Jahr 2029 fertiggestellt und voraussichtlich mindestens 30 Jahre lang betrieben werden.

"Dies ist ein historischer Tag für die Fernwärme. Ich bin stolz darauf, den Bürgern von Aarhus eine grünere Heizung zu bieten. Die geothermische Energie ist ein wichtiger Schritt in unseren Bemühungen, immer mehr Energie in nachhaltige Fernwärme umzuwandeln. Geothermische Energie ist eine Voraussetzung dafür, dass wir bis 2030 unser Ziel erreichen können, keine importierten Holzpellets mehr zu importieren", sagt Bjarne Munk Jensen, Geschäftsführer der städtischen Fernwärmegesellschaft AffaldVarme Aarhus.

Innargi wurde von der A.P. Moller Holding gegründet. Ende 2021 erhielt das Unternehmen Kapital von Dänemarks staatlichem und größtem Pensionsfonds, ATP, und dem dänischen Energieversorger NRGi. "Die A.P. Moller Gruppe verfügt über umfangreiche historische Erfahrungen mit großen Untertageprojekten. Vor einigen Jahren haben wir unsere ölbezogenen E&P-Aktivitäten veräußert. Wir haben Innargi gegründet, um diese Kompetenzen in den Dienst der Energiewende zu stellen. Wir sehen große Chancen für Innargi, eine umweltfreundliche Fernwärmeversorgung für Aarhus und Millionen von Haushalten in anderen europäischen Städten zu entwickeln", sagt Robert M. Uggla, CEO der A.P. Møller Holding A/S.

Quelle: PM Innargi / A.P. Møller Holding A/S