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HARTING nimmt Logistikzentrum mit geothermischer Kühlung und Heizung in Betrieb

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Rund 10.000 Pakete werden noch am Bestelltag an Kunden versandt aus einem Hochregallager mit Platz für 120.000 Behälter. Die Energietechnik beruht auf einen Mix aus Geothermie, Photovoltaik und Biomethan.

Mit einer großen Festveranstaltung hat die HARTING Technologiegruppe ihr European Distribution Center (EDC) in Espelkamp offiziell in Betrieb genommen. Hier sollen täglich bis zu 20.000 Auftragspositionen bearbeitet und Waren noch am Tag der Bestellung an die Kunden versandt werden. Das Logistikzentrum EDC ist mit Kosten von rund 45 Mio. Euro die größte Einzelinvestition in der 74-jährigen Geschichte von HARTING.

Im EDC können täglich rund 10.000 Pakete zu Kunden und Niederlassungen in aller Welt verschickt werden. Das 20 Meter hohe Regallager hat Platz für 7.000 Paletten und 120.000 Behälter. Verlegt wurden 100 Kilometer IT-Kabel, 40 Kilometer Sprinklerleitungen und installiert wurde Behälter-Fördertechnik mit einer Gesamtlänge von 1.000 Metern. 2.000 Behälter können binnen einer Stunde ein- und ausgelagert werden. Technische Highlights sind die hochautomatisierte Kommissionierung und der Lagerbereich, der entsprechend der jeweiligen Auftragslast und Kapazität optimal gesteuert und effizient ausgeschöpft wird.

Großer Wert gelegt wurde auch auf nachhaltige Energieversorgung. Den Strom für die EDC-Technik liefert eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage. Den Energiebedarf für Kälte und Wärme decken Biomethan aus eigener Herstellung und eine Geothermie-anlage ab, für die unter dem Parkplatz 36 Bohrungen mit einer Tiefe von 150 Metern erforderlich waren. Das realisierte Energiekonzept minimiert den Co2-Ausstoss. Die gesamte Immobilie unterschreitet den zur Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbaue (KfW) berechtigten Wert um weitere 27 Prozent. 140 Mitarbeitende werden in dem Logistikzentrum im Zwei-Schicht-System tätig sein.

Quelle: Harting Stiftung & Co. KG