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Helsinki: Erstmalige Untersuchungen für einen ehrgeizigen Plan

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Anfang letzter Woche kündigte die finnische Hauptstadt ein ehrgeiziges Engagement für die Klimaneutralität von Gebäuden an. Nun hat das Stadtwerk Helen Ltd. mitgeteilt, dass es die Möglichkeiten zur Nutzung der Erdwärme untersuchen wird.

Foto: Olaf Meister / https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Präsidentenpalast_Helsinki.jpg

Der Central Park (Keskuspuisto) ist eines der Gebiete, in denen geologische Erkundungen gemeinsam mit dem GTK (Geological Survey of Finland) durchgeführt werden. Eine der Herausforderungen für die Geothermie ist der kalte Boden Finnlands, weshalb die Bohrungen tief sein müssen. Aus diesem Grund ist dies das erste Mal, dass in einem Stadtgebiet eine geologische Untersuchung in dieser Tiefe durchgeführt wird.

Helen kartiert Potenzialgebiete, die geologisch für die Gewinnung von Erdwärme und für mögliche Tiefenbohrungen geeignet sind. Anfang Dezember beginnt Helen gemeinsam mit dem GTK mit der geophysikalischen Erkundung des Untergrundes im Bereich des Central Park. Ziel ist es, die Felsstruktur bis in eine Tiefe von etwa 5-8 Kilometern zu untersuchen.

Die im Central Park angewandte Erkundungsmethode ist die Reflexionsseismik. Die seismischen Wellen für die Messung werden von zwei speziell ausgerüsteten Lastwagen erzeugt, die den Boden vibrieren lassen. Die Schwingungen erzeugen seismische Wellen, deren Reflexion an den Gesteinsstrukturen durch am Boden installierte Empfänger, Geophone, aufgezeichnet wird. Die Felduntersuchungen werden einige Wochen dauern, und die Ergebnisse werden Anfang 2020 vorliegen.

Es werden Lösungen gesucht, die nicht auf der Verbrennung basieren, um Kohle zu ersetzen. Helen wird das Kraftwerk Hanasaari spätestens 2024 schließen und bis Ende 2029 auch die Nutzung von Kohle in Salmisaari einstellen.

Quelle: Thinkgeothermie