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Klimaschutzgesetz(t): Geothermie trägt maßgeblich zu Treibhausgaseinsparung bei

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Der Entwurf des Klimaschutzgesetzes von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) setzt entscheidende Impulse, um die Klimaschutzziele der Bundesregierung noch zu erreichen.

BMU/Sascha Hilgers

Der Bundesverband Geothermie befürwortet die Festschreibung ambitionierter Klimaschutzziele und fordert mehr Investitionen in den Ausbau der Geothermie.

95 Prozent weniger Treibhausgasemissionen bis 2050 verlangt eine sofortige, umfassende und nachhaltige Dekarbonisierung des gesamten Energiesektors der Bundesrepublik. Geothermie ist die erneuerbare Technologie, welche platzsparend Kohlenstoffdioxid reduziert und ohne Aufwand in allen Wirtschaftssektoren eingesetzt werden kann. Gerade im Bereich Wärme- Kälte- und Stromversorgung kann Geothermie einen maßgeblichen Anteil übernehmen und damit dem Gedanken und Anspruch des Klimaschutzgesetzes gerecht werden.

„Die Bundesregierung muss nun bei der Umsetzung konsequent auf existierende Technologien, wie Geothermie, zurückgreifen und investieren“, fordert Dr. Erwin Knapek, Präsident des Bundesverbandes Geothermie e.V. Dazu gehört auch, die im Zusammenhang mit Klimaschutz stehenden gesetzgeberischen Vorhaben – Gebäudeenergiegesetz, Erneuerbares-Energie-Gesetz und Marktanreizprogramm – energisch voranzutreiben. Insbesondere die im Klimaschutzgesetz vorgesehenen Sofort- und Maßnahmenprogramme haben das Potential, regulatorische und finanzielle Rahmenbedingungen zu schaffen, um Investitionen in Erdwärme zu steigern. „Denn eins ist klar“, erläutert Knapek, „die Daten des Umweltbundesamtes zeigen schon jetzt, dass Geothermie richtig im Wärmemarkt eingesetzt, erheblich zur Dekarbonisierung beiträgt. Besonders schön ist dies in München und Schwerin zu sehen.“

Wie die Reduktion von Treibhausgasemissionen in bestehender, energieintensiver Infrastruktur funktionieren kann, zeigt zudem das Projekt Roll-out of Deep Geothermal Energy in NWE“ (DGE-ROLLOUT). Gemeinsam mit Projektpartnern aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich wird in den nächsten vier Jahren das tiefengeothermische Potential in Nordwest-Europa und vor allem auch in NRW erkundet beziehungsweise erschlossen. Im Rheinland wird zudem am Pilotstandort des Braunkohlekraftwerks Weisweiler eine Tiefbohrung niedergebracht. Anschließend wird untersucht, inwieweit die an das Braunkohlekraftwerk angeschlossenen Fernwärmenetze zukünftig durch Tiefe Geothermie versorgt werden können.