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Stadtwerke Münster führen erste Probebohrungen durch

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Damit in Albachten-Ost oberflächennah Erdwärme gewonnen werden kann, müssen im Untergrund in einer Tiefe von bis zu 200 Metern geeignete geologische Voraussetzungen herrschen. Dann könnte die Wärme aus dem Untergrund künftig von Erdsonden aufgenommen und in ein lokales Wärmenetz eingespeist werden.

Gesteinsproben aus unterschiedlichgen Tiefen lassen Rückschlüsse auf die Eignung des Untergrundes für die Nutzung mit Oberflächennahe Geothermie zu. Bild: Bundesverband Geothermie

 

Diese Woche beginnen die Stadtwerke Münster mit Untersuchungen, die die Weichen für die zukünftige Wärmeversorgung mit Geothermie im Quartier stellen können. Auf der 15 Hektar großen Fläche in Albachten-Ost sollen insgesamt 475 neue Wohnungen entstehen.

In enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung laufen bei den Stadtwerken die Planungen für die künftige grüne Wärmeversorgung. Sie wollen die künftigen Anwohnerinnen und Anwohner in Albachten-Ost mit grüner Wärme versorgen und untersuchen in den kommenden Wochen, ob sich das Areal für den Einsatz von oberflächennaher Geothermie eignet. Geothermie ist ein zentraler Baustein, mit dem die Stadtwerke Münster die Fern- und Nahwärme in Münster grün gestalten wollen. Wärme aus dem Untergrund ist vollständig regenerativ und jederzeit stabil verfügbar. „Wir setzen die Wärmewende in den Wärmenetzen strategisch Baustein für Baustein um. Jedes einzelne Projekt macht uns ein Stück unabhängiger von importierter fossiler Energie und hilft dem Klima“, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk.

Wo immer möglich nutzen die Stadtwerke die vor Ort vorhandenen Gegebenheiten, um aus der Wärme ein echtes Heimatprodukt zu machen, am besten sogar aus der eigenen Nachbarschaft. Aus diesem Grund schauen die Wärmeplaner der Stadtwerke sich die geologischen Gegebenheiten im künftigen Baugebiet mit drei Probebohrungen genauer an.

Damit in Albachten-Ost oberflächennah Erdwärme gewonnen werden kann, müssen im Untergrund in einer Tiefe von bis zu 200 Metern geeignete geologische Voraussetzungen herrschen. Dann könnte die Wärme aus dem Untergrund künftig von Erdsonden aufgenommen und in ein lokales Wärmenetz eingespeist werden. Ob ein solches System in Albachten-Ost technisch umsetzbar wäre, sollen die Bohrungen zeigen.

Quelle: Stadtwerke Münster