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Studie zeigt das Potenzial von Kraft-Wärme-Kopplung aus hydrothermalen geothermischen Ressourcen in Deutschland

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Das gesamte wirtschaftliche Potenzial der geothermischen Kraft-Wärme-Kopplung in Deutschland beträgt 9,1 PWhel und 12,5 PWhth. Erneuerbare geothermische Kraft-Wärme-Kopplung kann als einzelne von mehreren geothermischen Methoden bis zu 1,51% des Bruttostrombedarfs beitragen und 1,48% des Niedertemperatur-Wärmebedarfs decken.

Foto: TobiasK

Diese Studie untersucht das Potenzial der hydrothermalen Geothermie für die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Deutschland. Ausgehend vom theoretischen Potenzial der vorhandenen hydrothermalen Wärme wird mit einer Bestandsaufnahme und Analyse bestehender geothermischer Anlagen das technische und wirtschaftliche Potenzial ermittelt. Zu diesem Zweck werden die thermodynamische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der in Betrieb befindlichen Kraftwerke analysiert und Modelle für den Wirkungsgrad und die Produktionskosten entwickelt. Basierend auf dieser Analyse wird ein technisches Potenzial von 12,2 PWhel und 16,7 PWhth sowie ein wirtschaftliches Potenzial von 9,1 PWhel und 12,5 PWhth ermittelt. Um aus dem wirtschaftlichen Potenzial einen jährlichen Beitrag abzuleiten, wird die Regeneration der Ressource berücksichtigt. Unter Berücksichtigung einer nachhaltigen Ausbeutungsrate wird ein jährliches wirtschaftliches Potential von 9,1 TWhel/a und 12,5 TWhth/a abgeleitet. Dies entspricht einem Anteil von 1,51% des Bruttostrombedarfs und einem Anteil von 1,48% des Bedarfs für Raumheizung und Warmwasserbereitung. Diese Analyse liefert einen fundierten Überblick über die bestehenden geothermischen Kraftwerke und ihre thermodynamische und wirtschaftliche Leistung. Darüber hinaus ist die Bewertung des geothermischen Potenzials in Deutschland für die politische Entscheidungsfindung notwendig, insbesondere im Hinblick auf zukünftige Anpassungen der im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgelegten Einspeisevergütungen.

 

Quelle: Sciencedirect