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Virtueller Gebäudetag: attraktive Förderbedingungen für die Dekarbonisierung des Gebäudesektors

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Laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gibt es bei Gebäuden Nachholbedarf in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz: „Da ist noch viel Luft nach oben.“

Es sei viel in Gang gekommen, aber noch nicht so viel, wie es sein müsse, sagte Peter Altmaier am virtuellen Gebäudetag: „Da ist noch viel Luft nach oben.“ Bild: Ingo Bartusssek, fotofolia

Der Gebäudesektor ist für ca. ein Drittel der nationalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Bis 2030 sollen durch Fördermaßnahmen im Gebäudesektor etwa 14 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden, wie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) beim virtuellen Gebäudetag "Building the Future" bekanntgab.

Die Zielsetzung der deutschen Energie- und Klimapolitik lautet: 2050 soll der Gebäudebestand klimaneutral sein.

„Der Gebäudesektor ist ein wichtiger Faktor für das Gelingen der Energiewende. In der aktuellen Legislaturperiode haben wir auch für diesen Bereich zahlreiche Maßnahmen für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz beschlossen und für 2021 fast sechs Milliarden Euro bereitgestellt zur Finanzierung von neuen Bundeszuschüssen für Haus- und Heizungsmodernisierungen“, erklärt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). An dem virtuellen Gebäudetag nahmen u.a. auch der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Andreas Feicht, Ingrid Hengster (Vorstand Inlandsförderung der KfW), Torsten Safarik (Präsident des BAFA) und Akteure aus dem Bereich Immobilienwirtschaft, Baugewerbe, Verbände und Handwerk teil.

Anlässlich des Gebäudetages verwies der Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) darauf hin, dass sich die Summe der Anträge für die Gebäudeeffizienzprogramme des BMWi „aufgrund der verbesserten Förderbedingungen“ von 2019 auf 2020 fast verdoppelt habe. Knapp zwei Drittel der Anträge wurden hier im Rahmen einer Sanierung gestellt. Bei den geförderten Heizungstechnologien liegt die Wärmepumpe mit 144.000 Anträgen an der Spitze.

Die Förderung von fossilen Erdgasheizungen ist für den Klimaschutz widersinnig

MdB Julia Verlinden betonte, dass die Förderung von fossilen Erdgasheizungen in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz kritisch ist. "Für neue Erdgasheizungen wurden allein im vergangenen Jahr rund 350 Millionen Euro verteilt", so Verlinden auf dem virtuellen Gebäudetag. Zwar sei die energetische Sanierung von Gebäuden mit Steuergeldern richtig und notwendig, die Große Koalition setze jedoch auf die falschen Maßnahmen. "In ihrer Gesamtheit stehen Wärmepumpen, Solarthermie und Geothermie technisch ausgereift und in großer Breite zur Verfügung. Hier muss jetzt verstärkt investiert werden“, so BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter.

„Deshalb bedarf es weiterer Maßnahmen, wie etwa die Stärkung der Nutzungspflicht für Erneuerbare Energien beim Heizungstausch im Gebäudebestand, deutliche und vorhersehbare Preissignale im nationalen und europäischen Emissionshandel sowie eine attraktive Ausgestaltung der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze und eine deutliche Absenkung des Strompreises, um Erneuerbaren Strom umfassend im Wärmesektor nutzbar zu machen. Auch hierzu hat der BEE bereits Vorschläge gemacht“, betonte Peter abschließend.

Zusätzliche BEE-Forderungen zum Ausbau der Erneuerbaren Wärme finden sich im BEE – Positionspapier „Krisen überwinden, Wachstum stärken, Wohlstand sichern“. Der Bundesverband Geothermie e.V. ist Mitglied des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE).

Qullen: BEE, energate messenger, Umwelt + Energie - Report