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Wie aus einem Wohnhaus von 1771 ein Niedrig-Energiehaus nach KfW 55 Standard wurde

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Es hält sich immernoch hartnäckig das veraltete Vorurteil, dass im Altbau keine Erdwärmepumpen gingen, doch in Wachtendonk beweist die Firma Lumitronic das Gegenteil.

Das 250 Jahre alte zweistöckige Klinkerhaus ist eines der ältesten Gebäude in Wachtendonk. Quelle: Lumitronic

In Wachtendonk, nordwestlich von Düsseldorf, steht ein 1771 erbautes, denkmalgeschütztes Wohnhaus. Es ist eines der ältesten noch bestehenden Gebäude im Ort und wurde 2007 von Andreas Camps erworben. Er ist Unternehmer mit Leib und Seele und hat ein Faible für besondere Immobilien.

Er wollte für die Sanierung des hübschen zweistöckigen Klinkerhauses ein nachhaltiges und umweltfreundliches Heizsystem haben, das dem Denkmalschutz Rechnung trägt, mit möglichst niedrigen Betriebskosten auskommt und den speziellen Charme der Immobilie erhält. Die Voraussetzungen waren alles andere als einfach, aber Andreas Camps und Ulrich Konen von Lumitronic stellten sich gerne dieser Herausforderung.

„Die früheren Eigentümer hatten mal eine Ölheizung drin, die inzwischen abgeklemmt war, und als ich es gekauft habe, wurde das Haus mit Gas beheizt.“ Berichtet der Eigentümer Andreas Camps. Er kümmerte sich mit den Mitarbeitern seiner Schreinerei um den Innenausbau des Wohnhauses. Es wurde eine neue Innenraumaufteilung konzipiert und das Treppenhaus neu aufgebaut.

Ulrich Konen, Inhaber und Geschäftsführer des Unternehmens Lumitronic („Technik für die Umwelt“) und langjähriger Wärmepumpen-Partner von alpha innotec, kümmerte sich um die energetische Seite: „Wir haben mit unserem Ingenieurbüro ein Energiegutachten erstellt, die Möglichkeiten ausgelotet und kaufmännisch durchgerechnet. Das Ergebnis waren acht Sanierungsvarianten, wobei wir selbstverständlich immer die Voraussetzungen für KfW- und BAFA-Fördergelder mit in Betracht gezogen haben.“ Der Bauherr entschied sich schließlich für die Variante, die zum KfW-Förderprogramm „KfW-Effizienzhaus Denkmal“ passte, wodurch der Staat rund ein Drittel der Kosten für die Sanierung inklusive Heizungsanlage Planung, Installation und Erdbohrung übernahm.

Erdbohr Wesel schaffte es in dem winzigen Hinterhof zwei Bohrungen abzuteufen. Quelle: Lumitronic

„Zu dem Haus gehört ein Innenhof, extrem eng, dort konnten wir die Erdsonde setzen. Das war fast Millimeterarbeit, aber die Leute von unserem Partner für die Erdbohrungen sind richtig gut. Sie rückten mit einem Spezialbohrgerät an, sind hoch professionell vorgegangen und haben problemlos zwei Bohrungen mit je 80 Meter Bohrtiefe eingebracht.“ berichtet Ulrich Konen.

Eine Erdwärmepumpe vom Typ alpha innotec alterra SWC, Effizienzklasse A+++, wurde mit staatlichen Fördermitteln eingebaut. Die Erdwärmepumpe mit 7,5 kW Leistung kann das Wohnhaus über die neu eingebaute Fußbodenheizung im Winter mit rund 80 Watt/m² Strahlungsleistung heizen und im Sommer kühlen. Die Fußbodenheizung belastet die Decken nur minimal und ermöglicht selbst bei schlechter Dämmung ein relativ wirtschaftliches Beheizen. „Nach unseren Erfahrungen ist dieses System die ideale Lösung für Altbauten.“ empfiehlt Ulrich Konen.

„Ob Sie´s glauben oder nicht: Die rund 180 Quadratmeter Wohnfläche beheize ich für weniger als 500 Euro im Jahr. Das ist eine wirklich gute Investition in die Zukunft, denn wir können davon ausgehen, dass die Energiekosten weiter steigen.“ freut sich Andreas Camps über das erfolgreich sanierte Wohndenkmal.