Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), zuständig für Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen erteilte bereits 42 Erlaubnisse zur Aufsuchung von Erdwärme. Die meisten nach Niedersachsen. Auch die momentan vielversprechendste Bohrung nahe Ahnsbeck befindet sich in diesem Bundesland.
Die von Baker Hughes und der Uni Göttingen als Forschungspartner ausgeführte 2.500 Meter tiefe Bohrung weist 113 °C aus. Grund dafür ist eine mächtige und besonders für Tiefengeothermie geeignete Gesteinsschicht aus Rhätsandstein. Dieser geologische Vorteil ermöglichte bereits vor die Projekte in Waren an der Müritz sowie Neustadt-Glewe in Mecklenburg-Vorpommern.
Ziel sei es, in einem ersten Schritt die gewonnene Energie in die umliegenden Gemeinden Ahnsbeck und Lachendorf zu verteilen. Anschließend soll auch die zwölf Kilometer entfernte Stadt Celle an das Netz angeschlossen werden. Um Energieverluste zu vermeiden, soll als „Booster“ zusätzlich die Abwärme einer Papierfabrik genutzt werden.
Momentan wartet man laut Holger Schwenke, Geschäftsführer der Stromversorgung Osthannover Holding GmbH (SVO), auf den Förderbescheid des Bundeswirtschaftsministeriums, um mit der Machbarkeitsstudie zu beginnen.
Wer mehr über Geothermie in Niedersachsen erfahren will, kann am Freitag und Samstag den vom Landesamt veranstalteten „Tag der Geothermie“ besuchen.
Eine ausführliche Pressemitteilung des LBEG lesen Sie hier.