In Baden-Württemberg wurde der Ombudsverein Erdwärme e. V. gegründet, mit dem Ziel, mögliche Streitfälle im Zusammenhang mit Geothermie-Projekten künftig schnell, niederschwellig und unabhängig zu klären.
Getragen wird der Verein von mehreren in Baden-Württemberg aktiven Geothermie-Unternehmen, darunter Badenova, Deutsche Erdwärme, EnBW, MVV und Vulcan Energy, sowie der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg und dem Bundesverband Geothermie. Auch das Land Baden-Württemberg unterstützt die Initiative und hat bei der Ausarbeitung der regulatorischen Grundlagen mitgewirkt.
Die neue Ombudsstelle soll Betroffenen im Schadensfall eine außergerichtliche Schlichtung ermöglichen. Eine unabhängige Ombudsperson prüft eingereichte Fälle und vermittelt zwischen den Beteiligten. Das Verfahren soll schneller und unbürokratischer sein als ein Gerichtsverfahren und für Betroffene grundsätzlich kostenlos bleiben.
Schäden durch Tiefe Geothermie sind zwar selten, können jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Mit der neuen Schlichtungsstelle will die Branche Vertrauen stärken und gleichzeitig sicherstellen, dass mögliche Konflikte transparent und bürgernah gelöst werden können.
Ein besonderes Ziel ist es, Schäden bis zu 10.000 Euro vollständig zu regulieren und damit eine schnelle Einigung zu ermöglichen.
Weitere Informationen finden Sie hier in der Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg.