Die EWP und das GFZ haben kürzlich einen Projektvertrag zur geothermischen Erschließung weiterer Standorte in Potsdam unterzeichnet. Der Vertrag markiert den Beginn einer vierjährigen intensiven Zusammenarbeit im Rahmen des Kooperationsprogramms „Wärme mit Geothermie“, das die Nutzung hydrothermaler Geothermie für die Wärmeversorgung der Landeshauptstadt entscheidend voranbringt.
Ziel der Kooperation ist es, das geothermische Potenzial Potsdams systematisch zu erschließen und langfristig in die kommunale Wärmeversorgung zu integrieren. Das GFZ bringt dabei seine wissenschaftliche Expertise in den Bereichen Exploration, Reservoirerschließung, Bewirtschaftung und Monitoring ein, während die EWP als Projektträgerin die Gesamtplanung und -investition, die technische Umsetzung sowie die Integration in das städtische Wärmenetz verantwortet. Darüber hinaus übernimmt die EWP die wirtschaftliche Verantwortung für die Umsetzung und stemmt die hierfür erforderlichen Investitionen in Infrastruktur, Anlagenbau und Netzintegration, um die Projekte zuverlässig und im vorgesehenen Zeitrahmen zu realisieren. Der Projektvertrag läuft bis Ende 2029.
„Mit dieser Kooperation verbinden wir Forschung und Praxis auf beispielhafte Weise“, sagt Prof. Dr. Susanne Buiter, Wissenschaftliche Vorständin des GFZ. „Die Forschung zu Geothermie hat am GFZ eine herausragende Bedeutung, denn die Nutzung der Erdwärme kann einen wesentlichen Beitrag zur dringend nötigen Wärmewende leisten. Die geologischen Bedingungen hierfür sind in unserer Region günstig und wir tragen gerne dazu bei, diesen Schatz zu heben.“
Im Rahmen ihrer Strategie zur schrittweisen Ablösung des Heizkraftwerks und zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit plant die EWP insgesamt acht Tiefengeothermie-Projekte.
Die gemeinsame Pressemitteilung von EWP und GFZ in voller Länge finden Sie hier.