200 Millionen Jahre alt ist das Wasser, auf welches die Stadtwerke Prenzlau in der salzhaltigen Sandsteinformation in 983 Metern Tiefe getroffen sind. 130 Kubikmeter des 44°C warmen Wassers sollen stündlich gefördert werden. Im Anschluss erfolgt eine Erwärmung auf 80°C. Ein Testbetrieb soll noch im Dezember starten, die Fertigstellung ist für das Jahr 2027 geplant.
Rund 5.500 Haushalte sollen über das Fernwärmenetz mit der gewonnenen Energie versorgt werden. Das Interesse der Bevölkerung, sich an das Fernwärmenetz anschließen zu lassen, sei seit dem Projektbeginn deutlich gestiegen, berichtet der Leiter der Stadtwerke Prenzlau, Harald Jahnke.
Bis zum Jahr 2030 soll die Wärmeversorgung der Stadt komplett regenerativ sein. Insgesamt 60% der Fernwärmeversorgung sollen mithilfe von Erdwärme sichergestellt werden. Dafür erhielten die Stadtwerke Fördermittel von rund acht Millionen Euro.
Für die Stadt ist es nicht das erste Geothermieprojekt: Bereits zu DDR-Zeiten in den 80er Jahren existierte an der gleichen Stelle ein Heizwerk. Aufgrund für den hohen Salzgehalt ungeeigneter Materialien musste der damalige Betrieb eingestellt werden. Künftig wird über diese Bohrung das abkühlte Wasser rückgeführt werden.
Mehr darüber lesen Sie hier.