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Serie: Geothermie studieren – aber wie?

| News

In unserer neuen Serie widmen wir uns Universitäten und Fachhochschulen mit Karrierewegen in der Geothermie. Dabei sind wir auch mit den Studierenden ins Gespräch gekommen.

Foto: Philippe Bout / Unsplash

Im Rahmen eines Besuchs an der TU Bergakademie Freiberg, der ältesten montanwissenschaftlichen Universität der Welt, hatten wir die Gelegenheit, mit Studierenden über ihre Erfahrungen im Masterstudiengang Geothermie sowie im Diplomstudiengang Geoingenieurwesen mit Vertiefung Geoenergiesysteme zu sprechen.

Dabei ging es sowohl um persönliche Motivation und Studieninhalte als auch um die beruflichen Perspektiven und die Bedeutung des Berufs für die Energiewende.
Die befragten Studierenden sind überwiegend im Masterstudiengang Geoingenieurwesen mit Schwerpunkt Geoenergiesysteme eingeschrieben, während ein erster Student den neuen Master Geothermie absolviert. Aktuell befinden sich 11 Studierende im Hauptstudium, die von zwei Professoren betreut werden. Pro Jahrgang sind die Gruppen eher klein, in der Regel bis zu zehn Studierende, höchstens 28. Insgesamt studieren an der Bergakademie Freiberg rund 4.000 Studierende.

Der Diplomstudiengang Geoingenieurwesen beginnt mit dem Grundstudium (4 Semester), in dem neben den allgemeinen naturwissenschaftlichen Grundlagen auch spezielle geoingenieurwissenschaftliche Module vermittelt werden. Mit Beginn des Hauptstudiums wählen die Studierenden eine von vier Studienrichtungen. In der Studienrichtung Geoenergiesysteme liegen die Schwerpunkte in den Bereichen Bohrtechnik, Geoströmungs- sowie Förder- und Speichertechnik. In allen Bereichen wird auf die Geothermie als Anwendung eingegangen. Zudem werden zwei explizite Geothermie-Module angeboten: Oberflächennahe Geothermie und Tiefengeothermie. Teil des Studiums ist ein Praktikumssemester.
Weitere Informationen zum Studiengang Geoingenieurwesen finden Sie hier.

Das Master-Studium Geothermie setzt sich sowohl aus theoretischen Inhalten, aber auch zahlreichen praktischen Anwendungen zusammen. Die Studierenden belegen Module der Ingenieur- und Geowissenschaften, setzen sich neben der Geothermie aber auch mit Bohrtechnik, Hydrochemie, Modellierungen und Recht auseinander. Im unieigenen Forschungs- und Lehrbergwerk „Reiche Zeche“, sowie verschiedensten Testfeldern wird eine praxisnahe und anwendungsorientierte Ausbildung angeboten. Der Studiengang ist noch ganz frisch, er wurde zum Sommersemester 2025 eingeführt.
Weitere Informationen zum Studiengang Geothermie finden Sie hier.
 
Auf die Frage, wie sie auf die TU Bergakademie Freiberg aufmerksam geworden sind, gaben viele der Studierenden an, dass sie sich zuvor über das vielfältige Studienangebot informiert hätten. Entscheidend seien für sie die hohe Qualität des Studiums und der Fokus auf ingenieurwissenschaftliche Anwendungen an der Bergakademie gewesen.
Die Studierenden beschreiben die Atmosphäre an der Universität als familiär und persönlich. Bereits nach kurzer Zeit sieht man viele bekannte Gesichter und das Freizeitangebot, etwa durch den Unisport, trage zu einem guten Studienumfeld bei.
Die Entscheidung für den jeweiligen Studiengang begründen die Studierenden mit einem naturwissenschaftlichen Interesse und dem Wunsch, sich mit Ressourcen, Rohstoffen und Bergbau sowie Energiesystemen auseinanderzusetzen. Besonderheiten des Studiengangs sehen sie vor allem in den praxisnahen Lehr- und Forschungsangeboten: So können die Studierenden, z. B. im Rahmen von Wahlpflichtmodulen, das unieigene Forschungs- und Lehrbergwerk „Reiche Zeche“ nutzen, wo unter anderem ein geothermisches Sondenfeld existiert. Weitere Besonderheiten sind dort unterirdische Laboratorien sowie eine Sprengkammer. Exkursionen und Praktika runden die praxisorientierte Ausbildung ab.

Bezüglich ihrer beruflichen Perspektiven äußerten die Studierenden ein breites Spektrum an Interessen. Viele sind noch unentschieden, ob sie später in Forschung, Planung, Projektentwicklung oder im Feld arbeiten möchten. Einige planen einen Karriereweg in der Forschung, andere möchten international tätig werden. Durch den Fachkräftemangel in der Branche sehen sie vielfältige Möglichkeiten, frühzeitig Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen. Praktika und Netzwerke, die bereits während des Studiums gefördert werden, spielen eine wichtige Rolle bei der Wahl des späteren Arbeitgebers.

Die Rolle der Energiewende wird von den Studierenden als persönlich relevant wahrgenommen. Einige möchten bewusst einen Beitrag leisten, indem sie im Bereich erneuerbarer Energien tätig werden. Entsprechend empfehlen sie das Studium auch künftigen Interessierten, die eine ähnliche Motivation mitbringen.

Zusammenfassend zeigt das Gespräch, dass die TU Bergakademie Freiberg mit praxisnahen Lehrinhalten, überschaubaren Gruppengrößen und der engen Verzahnung von Forschung und Industrie ideale Voraussetzungen bietet, um Studierende auf eine Karriere im Bereich Geothermie und Geoenergiesysteme vorzubereiten. Sowohl die theoretische Fundierung als auch die praktischen Anwendungen bereiten die Absolventinnen und Absolventen auf die vielfältigen Herausforderungen und Möglichkeiten einer zukunftsorientierten Branche vor.

Sie bieten Studiengänge, Praxisprojekte oder Karrierewege in der Geothermie an? Dann wenden Sie sich gerne an uns! Wir stellen Sie in unserer Serie vor und zeigen zukünftigen Fachkräften spannende Perspektiven auf!