Im Oberrheingraben laufen aktuell umfangreiche Messflüge zur Erkundung von Geothermie-Potenzialen. Ein Spezialflugzeug erfasst dabei mit einem sogenannten Gradiometer kleinste Veränderungen im Gravitations- und Magnetfeld der Erde. Ziel ist es, auf Basis dieser Daten ein digitales 3D-Modell des Untergrunds zu erstellen und so geeignete Standorte für zukünftige Geothermieprojekte zu identifizieren.
Das Projekt ist Teil des Forschungsverbunds GeoProH, an dem unter anderem das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie die Vulcan Energy Ressourcen GmbH beteiligt sind. Die Messflüge finden aus Rücksicht auf den Flugverkehr überwiegend nachts und in niedriger Flughöhe statt.
Neben der Nutzung von Erdwärme liefern die Untersuchungen auch wichtige Erkenntnisse für die Gewinnung kritischer Rohstoffe wie Lithium. Die erhobenen Daten gelten als wichtige Grundlage für zukünftige Energie- und Rohstoffprojekte in der Region und sollen einen Beitrag zu einer unabhängigen und klimafreundlichen Energieversorgung leisten.
Die Tagesschau berichtete hier.