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BVG unterzeichnet Positionspapier zum Gebäudemodernisierungsgesetz

| News

Der Bundesverband Geothermie e.V. hat sich einem Verbändebündnis angeschlossen, das verlässliche und praktikable Vorgaben im Rahmen des GmodG fordert.

Foto: Leyla M/ Unsplash

Ursprünglich wollte sich das Bundeskabinett am Mittwoch, 29. April mit dem Gesetzentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GmodG) befassen. Nun wurde dies erneut vertagt – voraussichtlich auf Mitte Mai. Aus Sicht der am Positionspapier beteiligten Verbände sollte diese Zeit genutzt werden, um die Pläne der Bundesregierung für den Gebäudesektor inhaltlich zu präzisieren und praxisnah weiterzuentwickeln.

Das Verbändebündis aus dem BVG, dem Bundesverband Neue Energiewirtschaft, dem Bundesverband Wärmepumpe, der TGA-Repräsentanz Berlin, dem Bundesverband des Elektro Großhandels, dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke sowie dem Verband der Elektro- und Digitalindustrie fordert die Bundesregierung dazu auf, verlässliche Leitplanken für eine planbare und investitionssichere Wärmewende im Gebäude zu schaffen.

Wärmewende im Gebäudesektor muss Fahrt aufnehmen

Nicht zuletzt die geopolitischen Spannungen und die anhaltende Abhängigkeit von fossilen Energieimporten machen deutlich: Eine beschleunigte Wärmewende im Gebäudesektor ist zwingend notwendig. Zugleich betonen die Verbände, dass Tempo allein nicht ausreicht. Schnelle Entscheidungen dürfen jedoch nicht zulasten von Planungssicherheit und Investitionsvertrauen gehen. Politische Hauruck-Aktionen sind keine Lösung.

Die Verbände machen deutlich: Die Wärmewende im Gebäude entscheidet sich jetzt – an Klarheit, Verlässlichkeit und konsequenter Umsetzung. Jede weitere Verzögerung gefährdet Investitionen, Klimaziele und die wirtschaftliche Dynamik im Land. Die zentralen Forderungen finden Sie im Positionspapier. Sie lauten u.a.:

  • Dass klare und verlässliche Rahmenbedingungen mit Praxisnähe geschaffen werden.
  • Die EU-Gebäuderichtlinien (EPBD) umfassend umzusetzen, um Neubauten und Sanierungen nicht zu gefährden oder Investitionen zu bremsen
  • Unsicherheit in der Infrastrukturplanung beseitigen, in dem keine Aufrechterhaltung der Gasinfrastruktur durch Biogas in Aussicht gestellt wird.
  • Die aktuelle Fördersystematik auch über 2029 hinaus zu erhalten, um die soziale Verträglichkeit der Energiewende zu gewährleisten.
  • Die Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß zu senken, um die Wärmewende günstiger zu gestalten.
  • Eine Ausweitung des europäischen Emissionshandels auf den Gebäudesektor, damit klare Anreize für den Einsatz erneuerbarer Energien gesetzt werden.