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Analyse: Versorgungssicherheit nach Iran-Konflikt unter Druck

| News

Die geopolitischen Spannungen rund um den Iran zeigen erneut, wie verletzlich globale Energie- und Lieferketten sind. Hier kann Geothermie punkten.

Foto: Mika Baumeister / Unsplash

Eine aktuelle Analyse der Unternehmensberatung Roland Berger zeigt: Vom Iran-Konflikt sind rund 30 % des weltweiten Öl- und etwa 20 % des LNG-Seeverkehrs betroffen – mit spürbaren Auswirkungen auf Energiepreise und Versorgungssicherheit weltweit. Steigende Kraftstoffpreise machen diese Abhängigkeiten für den Endverbraucher unmittelbar sichtbar. 

Diese Entwicklungen lenken den Blick verstärkt auf die strukturelle Frage der Versorgungssicherheit und damit auch auf die Rolle heimischer Energiequellen wie der Geothermie. Im Gegensatz zu importierten fossilen Energieträgern ist Geothermie eine lokal verfügbare Ressource. Sie steht unabhängig von globalen Handelsrouten oder geopolitischen Konflikten zur Verfügung und kann kontinuierlich Energie liefern. Gerade diese Grundlastfähigkeit macht sie zu einem stabilisierenden Faktor im Energiesystem. Ein wesentlicher Vorteil der Geothermie liegt gerade in ihrer langfristigen Planbarkeit. Nach der Erschließung sind die Betriebskosten vergleichsweise stabil, da keine Brennstoffe beschafft werden müssen. In Zeiten stark schwankender Energiepreise kann dies zur Dämpfung von Kostenrisiken beitragen. Geothermieprojekte stärken zudem regionale Strukturen: Planung, Betrieb und Wartung erfolgen überwiegend lokal. Dadurch entstehen weniger Abhängigkeiten von internationalen Lieferketten – ein Aspekt, der in Krisenzeiten zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Neben direkten Energieeffekten gerät die globale Logistik gegenwärtig zunehmend unter Druck: Umwege im Schiffsverkehr, steigende Frachtraten sowie verlängerte Transitzeiten von bis zu 10–20 Tagen führen zu Verzögerungen und Kostensteigerungen entlang der gesamten Wertschöpfungsketten von Öl und Gas. Gleichzeitig fehlen für viele Rohstoffe kurzfristige Alternativen, was die Situation zusätzlich verschärft. Die wirtschaftlichen Folgen reichen dabei weit über den Energiesektor hinaus. Produktionsausfälle, Engpässe bei Vorprodukten und beschädigte Infrastrukturen können noch Monate oder sogar Jahre nachwirken.

Die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie eng Energieversorgung und geopolitische Stabilität miteinander verknüpft sind. Technologien wie die Geothermie können dazu beitragen, Abhängigkeiten zu reduzieren und Energiesysteme widerstandsfähiger aufzustellen, als Teil eines breiteren, diversifizierten Energiemixes.

Unsere Infografik verdeutlicht die anfällige Lieferkette von Flüssig-Erdgas (LNG) im Vergleich zu den kurzen, regionalen Wertschöpfungsketten von Oberflächennaher und Mittel- bzw. Tiefer Geothermie. Den Link zu einer aktuellen Analyse der Unternehmensberatung Roland Berger, geteilt vom Windkraft Journal, finden Sie hier.